Modul mit Lehrveranstaltungsdetails


Allgemeine Informationen
Pädagogische und soziologische Grundlagen der Sozialen Arbeit
Paedagogical and sociological foundations of social work
50400 - BASA M04
Prof. Dr. Groß, Melanie (melanie.gross@fh-kiel.de)
Engelmann, Markus (markus.engelmann@fh-kiel.de)
Prof. Dr. Groß, Melanie (melanie.gross@fh-kiel.de)
Prof. Dr. Hagemann, Otmar (otmar.hagemann@fh-kiel.de)
Prof. Dr. Hase, Ulrich (ulrich.hase@fh-kiel.de)
Dr. Häußermann, Viktoria (viktoria.haeussermann@fh-kiel.de)
Prof. Dr. Jakobs, Hajo (hajo.jakobs@fh-kiel.de)
Prof. Dr. Knauer, Raingard (raingard.knauer@fh-kiel.de)
Prof. Dr. Marquardsen, Kai (kai.marquardsen@fh-kiel.de)
Süßebecker, Katrin (katrin.suessebecker@fh-kiel.de)
Sommersemester 2019
1 Semester
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Studiengänge und Art des Moduls (gemäß Prüfungsordnung)
Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Modulart Fachsemester
B.A. - BASA - Soziale Arbeit Pflichtmodul

Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden
- kennen Grundbegriffe der Pädagogik und der Soziologie.
- kennen soziologische Debatten über die Phänomene Sozialer Wandel, Sozialisation und Soziale Ungleichheiten
- kennen erziehungswissenschaftliche Perspektiven auf Erziehungs- und Bildungsprozesse
- kennen Grundlagen der Heilpädagogik
- verstehen grundlegende Begriffe wie Teilhabe, Partizipation, Mündigkeit und dialogische Beziehungen
- verstehen die Bedeutung von Menschenbildern für das Verständnis und die Gestaltung von Erziehungs- und Bildungsprozessen.
Die Studierenden
- können die theoretische und empirischen Grundlagen aus Pädagogik und Soziologie reflexiv auf die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit übertragen.
Die Studierenden
- können alleine und in Gruppen wissenschaftliche Texte bearbeiten und die zentralen Argumentationslinien erkennen und wissenschaftlich einordnen
- können Ergebnisse von Arbeitsprozessen in der Lehrveranstaltung gemeinsam oder alleine anschaulich darstellen.
Die Studierenden
- entwickeln ein Professionsverständnis, das sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Bezügen reflexiv entwickelt.
Angaben zum Inhalt
Einführung in pädagogisches Denken und Handeln: In der Veranstaltung werden die zentralen Aspekte der pädagogischen Konzepte von Maria Montessori, Janusz Korczak, Alexander Neill, Reggio Emilia und Heinrich Kupffer vorgestellt und insbesondere das dahinter stehende Kinderbild reflektiert.

Vermittlung von Basiskenntnissen der Heil-/Sonderpädagogik (Geschichte, Grundbegriffe und Leitprinzipien); Sensibilisierung für die Lebenssituation behinderter Menschen und die Inklusionsproblematik; kursorischer Überblick zu verschiedenen Themenbereichen und Handlungsfeldern.

In der Übung Inhalte und Formen von Erziehung werden der Erziehungsbegriff, ausgewählte Erziehungsmittel sowie das pädagogische Verhältnis aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven und mit unterschiedlicher Akzentsetzung durch die jeweiligen DozentInnen thematisiert.

Sozialer Wandel und Theorie der Gesellschaft: Gesellschaft ist das Geflecht von menschlichen Beziehungen, Ereignissen und Handlungen in einem Raum. Diese Ordnung des Sozialen unterliegt permanent dem Wandel. In dieser Veranstaltung werden zum einen Theorien und Modelle von Gesellschaft vorgestellt. Verstehende Soziologie, Symbolischer Interaktionismus oder Systemtheorie sind theoretische Perspektiven auf das Soziale und erlauben, grundlegende Orientierungen und Handlungsmethoden für die Soziale Arbeit abzuleiten. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, wie sich welche Entwicklungen auf die Soziale Arbeit auswirken. Soziale Arbeit als gesellschaftliche Institution wird von gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen beeinflusst und findet veränderte Problemlagen und Rahmenbedingungen vor.

Sozialisation und Lebenslauf: Es geht um die Menschwerdung als sozialer Prozess, einerseits der Internalisierung von gesellschaftlichen Normen und Werten sowie des Erlernens von Rollen, andererseits der Beeinflussung durch gesellschaftliche Institutionen und Sozialisationsinstanzen. Zwischen Geburt und Tod werden verschiedene Statuspassagen durchlaufen, bei denen jeweils andere Fähigkeiten und Fertigkeiten ins Zentrum rücken.Sozialisation wird aus verschiedenen theoretischen Sichtweisen und Ebenen betrachtet.

Soziologie und Soziale Arbeit: In vielerlei Hinsicht ist die Soziologie für die Soziale Arbeit von besonderer Relevanz: Sie formuliert Begriffe und Theorien, um gesellschaftliche Prozesse und Strukturen zu beschreiben und zu untersuchen.
In dieser Veranstaltung werden soziologische Perspektiven für die Soziale Arbeit erschlossen, die sich z.B. mit Phänomenen wie soziale Ungleichheit, dem Wandel der Erwerbsarbeit sowie der Regierung des Sozialen beschäftigen. Ausgehend von konkreten Phänomenen werden Grundkenntnisse soziologischer Theorien vermittelt.
Beck, Ulrich (1986): Die Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt: Suhrkamp.

Bourdieu, Pierre (): Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt: Suhrkamp.

Hradil, Stefan (Hg) (2012): Deutsche Verhältnisse. Eine Sozialkunde. Bonn: BpB

Treibel, Annette (2006): Einführung in soziologische Theorien der Gegenwart. (7. aktual. Aufl.) Wiesbaden: UTB

Bernhard, Armin; Rothermel, Lutz; Rühle, Manuel (Hg) (2018): Handbuch Kritische Pädagogik. Eine Einführung in die Erziehungs- und Bildungswissenschaft. Neuausgabe. Weinheim/Basel: Belz Juventa.
Arbeitsaufwand
8 SWS
12,0 Leistungspunkte
96 Stunden
264 Stunden
Modulprüfung
Prüfungsform Dauer Gewichtung gem. PVO §11 Satz 3 anrechenbar Benotet Anmerkung
Klausur 180 Minuten 100 %