Prof. Dr. Duveneck, Nicole (nicole.duveneck@haw-kiel.de)
Prof. Dr. Duveneck, Nicole (nicole.duveneck@haw-kiel.de)
Sommersemester 2026
1 Semester
In der Regel im Sommersemester
Deutsch
Curricular relevance (according to examination regulations)
Study Subject
Study Specialization
Study Focus
Module type
Semester
B.Sc. - BAP - Pflege (ausbildungsbegleitend)
Pflichtmodul
Qualification outcome
Areas of Competence: Knowledge and Understanding; Use, application and generation of knowledge; Communication and cooperation; Scientific self-understanding / professionalism.
Die Studierenden können pädagogische und fachdidaktische Grundlagen ihres Fachs benennen und diese zielorientiert einsetzen. Sie können Methoden und Verfahren zur Gestaltung von Lehr-Lern-Situationen und Anleitungssituationen in der praktischen Pflegeausbildung analysieren und sind in der Lage die Planung, Durchführung und Evaluation von praxisbezogenen Lernprozessen in der Pflege selbstständig durchzuführen. Sie berücksichtigen dabei sowohl berufspädagogische als auch pflegewissenschaftliche Kenntnisse.
Die Studierenden können Grundlagen der Kommunikation und Techniken der Gesprächsführung in Anleitungssituationen bedarfsgerecht und situationsspezifisch umsetzen. Sie können mit Konfliktsituationen umgehen. Die Studierenden können praktische und theoretische Leistungen beurteilen. Sie können neue Forschungserkenntnisse der Pflegewissenschaft im Bildungs- und Ausbildungskontext in die Praxis transferieren. Sie begründen ihr Handeln durch wissenschaftlich fundiertes Fachwissen und können entsprechend in Datenbanken für den Bildungs- bzw. Ausbildungssektor recherchieren. Die Studierenden können sowohl rechtlich relevante Aspekte der Anleitung und wichtige Rechtsgrundlagen als auch ethische Aspekte des beruflichen Handelns benennen, und erkennen die Relevanz der Ethik im berufspädagogischen Handlungsfeld der Pflege.
Die Studierenden können Anleitungssituationen innerhalb der (hoch)komplexen pflegerischen Versorgung verankern, vernetzen die Bildungsstätten mit den praktischen Ausbildungsstätten und arbeiten souverän in interdisziplinären Teams. Sie begegnen den Auszubildenden und allen am Pflegeprozess Beteiligten mit Achtung, Würde und Respekt.
Die Studierenden sind sich der Bedeutung kritischer Reflexion des eigenen berufspädagogischen Handelns und eigener Pflegekompetenz bewusst. Sie kennen und akzeptieren ihre Rolle als Lehr- und Lernbegleitende, als Moderierende, Motivator*innen, Beurteilende und Kolleg*innen und verstehen sich als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis.
Content information
- Praxisanleitung vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse der Pflegeforschung und Pflegebildungsforschung
- Bildungswissenschaftliche und berufspädagogische Grundlagen für die Praxisanleitung
- Didaktisches Denken und Handeln
- Professionelles Selbst- und Rollenverständnis als Praxisanleitende
- Begleitung von Bildungs- und Lernprozessen/Lerncoaching
- Planung, Organisation, Gestaltung, Durchführung, Steuerung und Evaluation von Lehr-Lernprozessen in der praktischen Ausbildung
- Praxisanleitung auf Grundlage wissenschaftsbasierter Erkenntnisse und gezielter Einsatz von Methoden wissenschaftlichen Arbeitens im Pflege- wie auch im Ausbildungsprozess
- Diversitätssensible Gestaltung von Lern- und Anleitungsprozessen
- Kompetenzorientierte Beurteilung, Bewertung und Prüfung
- Kommunikationsgrundlagen/-modelle/-training für das praxisanleitende Handeln
- Professionelle Gesprächsführung im Kontext der Aufgaben von Praxisanleitenden
- Kollegiale/systemische Beratung
- Arbeit in Gruppen und Teams
- Arbeitspsychologie – Selbst- und Zeitmanagement, Arbeitsgestaltung und Stressbewältigung
- Konfliktbewältigung/Krisenmanagement
- Planung, Gestaltung und Koordinierung der praktischen Ausbildung
- Lernortkooperation – Zusammenarbeit mit den an der Pflegeausbildung beteiligten Institutionen, Netzwerken und Personen
- Sicherung der Ausbildungsqualität
- Rechtliche Rahmenbedingungen der Praxisanleitung (Pflegeberufegesetz, Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe)
- Rechtliche Aspekte der An-/Begleitung von Pflegeauszubildenden/-studierenden (aus dem Zivil-, Haftungs-, Straf- und Arbeitsrecht)
- Digitale Medien (rechtliche Bedingungen und Handhabung)
- Ethische Aspekte in der Praxisanleitung (Leitbilder, Menschenbilder, ethische Grundsatzfragen)
Auferkorte-Michaelis, N., & Linde, F. (Hrsg.) (2018). Diversität lernen und lehren – ein Hochschulbuch. Barbara Budrich.
Bauer, H.G., Brater, M., Büchele, U., Dufter-Weis, A, Maurus, A., & Munz, C. (2007). Lern(prozess)begleitung in der Ausbildung (2. Auflage). wvb.
Bohrer, A. (2018). Lernort Praxis: Kompetent begleiten und anleiten (4., aktualisierte Auflage). Prodos.
Dauer, B. (2022). Lernortkooperation im Kontext der hochschulischen Pflegeausbildung. Bundesinstitut für Berufsbildung. https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/18181
Dehnbostel, P. (2007). Lernen im Prozess der Arbeit. Waxmann.
Deufel, K., Glodek, A.; Reuschenbach, B. (2025). Prüfungs- und Anleitungssituationen aus Sicht von zu Pflegenden und deren Angehörigen: Ergebnisse von strukturierten Interviews. Pflegewissenschaft, 27(3), 145–154.
Deufel, K., Superina, D., & Reuschenbach, B. (2025). Instrumente zur Leistungseinschätzung in der praktischen Pflegeausbildung (ILEPA): Entwicklung und Erprobung. Bundesinstitut für Berufsbildung. https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/20483
Duveneck, N., Rahner, M., & Darmann -Finck, I. (2023). Qualifikationsbedarfe für die Praxisanleitung in der hochschulischen Pflegeausbildung: Eine qualitative Metaanalyse. Pädagogik der Gesundheitsberufe, 10(3), 118–128.
Euler, D. (2020). Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung. In R. Arnold, A. Lipsmeier, & M. Rohs (Hrsg.), Handbuch Berufsbildung (S. 205–217). Springer VS.
Hardeland, H. (2019). Lerncoaching und Lernberatung: Lernende in ihrem Lernprozess wirksam begleiten und unterstützen (7., überarbeitete Auflage). Schneider Verlag Hohengehren.
Fachkommission nach §53 Pflegeberufegesetz (2020). Begleitmaterialien zu den Rahmenplänen der Fachkommission nach §53 PflBG. https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/16613
Fachkommission nach §53 Pflegeberufegesetz (2024). Rahmenausbildungspläne der Fachkommission nach § 53 PflBG (1. Aktualisierung). https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/20123
Kaluza, G. (2023). Gelassen und sicher im Stress (8. aktualisierten und ergänzten Auflage). Springer.
Korthagen, F.A.J., & Kessels, J.P.A.M. (1999). Linking Theory and Practice. Changing the Pedagogy of Teacher Education. Educational Researcher, 28(4), 4–17.
Lüftl, K., Kardas, L, Wissing, C., & Kerres, A. (2024). Anleitungsmethodik für die praktische Pflegeausbildung: Ist-Stand und Bedarfe für eine pflegedidaktische Fundierung. In R. Brühe, & W. von Gahlen-Hoops (Hrsg.), Handbuch Pflegedidaktik I: Pflegedidaktisch handeln (S. 40–61). transcript.
Neksa-Arbeitsgruppe (2021). Ein Leitfaden für die Entwicklung von Arbeits- und Lernaufgaben und ihre Verwendung in der Praxisanleitung. https://www-docs.b-tu.de/fg-bildungswissenschaften-gesundheit/public/Forschung/Neksa/Leitfaden%20Entwicklung%20und%20Verwendung%20von%20Arbeits-%20und%20Lernaufgaben.pdf
Nagel, L., Wessling, C., Stirner, A., Freese, C., Rechenbach, S., Nauerth, A., & Raschper, P. (2025). Handreichung für Fachprüfende der Pflegeausbildung: Den praktischen Teil der Abschlussprüfung kompetenzorientiert und digital-gestützt gestalten. Bundesinstitut für Berufsbildung. https://www.bibb.de/dienst/publikationen/de/20120
Oelke, U., & Meyer, H. (2022). Didaktik und Methodik für Lehrende in Pflege- und Gesundheitsberufen. Cornelsen.
PflAPrV (2018). Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung vom 2. Oktober 2018 (BGBl. I S. 1572), die zuletzt durch Artikel 4 der Verordnung vom 21. November 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 360) geändert worden ist. Stand: Zuletzt geändert durch Art. 4 V v. 21.11.2024 I Nr. 360.
PflBG (2017). Pflegeberufegesetz vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2581), das zuletzt durch Artikel 2a des Gesetzes vom 12. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 359) geändert worden ist. Stand: Zuletzt geändert durch Art. 2a G v. 12.12.2023 I Nr. 359.
Reetz, L., & Seyd, W. (2006). Curriculare Strukturen beruflicher Bildung. In R. Arnold, & A. Lipsmeier, (Hrsg.), Handbuch der Berufsbildung (S. 227–259). VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Scherpe, M., & Schneider, K. (2010). Gespräche zum Lernstand führen. Forum Ausbildung 4(1), 2–18.
Schewior-Popp, S. (2014). Lernsituationen planen und gestalten: Handlungsorientierter Unterricht im Lernfeldkontext (2. Auflage). Thieme.
Tietze, K.-O. (2020). Kollegiale Beratung: Problemlösungen gemeinsam entwickeln (10. Auflage). Rowohlt.
Wesselborg, B., & Bauknecht, J. (2023). Belastungs- und Resilienzfaktoren vor dem Hintergrund von psychischer Erschöpfung und Ansätzen der Gesundheitsförderung im Lehrerberuf. Prävention und Gesundheitsförderung, 18 (2), 282–289.
Courses
Mandatory
For this module all specified courses in the following table have to be taken.
Für die Zulassung zur Prüfung im Modul 10.120 ist die erfolgreich abgeschlossene Prüfung der Module 10.050, 10.060, 10.070 und 10.080 und die erfolgreich abgeschlossene staatliche Prüfung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann Voraussetzung.
Method of Examination
Duration
Weighting
wird angerechnet gem. § 11 Absatz 2 PVO
Graded
Remark
Klausur
120 Minutes
100 %
Miscellaneous
Das Pflichtmodul zur Vertiefungsrichtung "Pflegepädagogik" entspricht den Anforderungen an die Praxisanleitenden gemäß Pflegeberufegesetz (PflBG, 2017), der Praxisanleitung gemäß §4 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung - PflAPrV, 2018), den Rahmenplänen der Fachkommission nach §53 PflBG (2020, 2024) sowie den Anforderungen des Landesamtes für soziale Dienste Schleswig-Holstein - Abt. Gesundheits- und Verbraucherschutz - an die Durchführung der Qualifikation für Praxisanleiter*innen (2020).