Course


General information
Psychodynamisches Wissen für die Soziale Arbeit im klinischen Kontext
Psychodynamic knowledge for Social Workers in clinical contexts
5.05.11.0
Prof. Dr. Lütjen, Reinhard (reinhard.luetjen@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Relations of this course to published module descriptions and their study program assignments

Modules in which this coursee is available for election


Module Study Subject Study Specialization Study Focus Semester
Psychologische und sozialmedizinische Grundlagen
Psychological and sociomedical foundations
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7)
Psychologische und sozialmedizinische Grundlagen der Sozialen Arbeit
Psychological and sociomedical foundations of social work
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6)
Qualification outcome
Areas of Competence: Knowledge and Understanding; Use, application and generation of knowledge; Communication and cooperation; Scientific self-understanding / professionalism.
Die Studierenden kennen zentrale tiefenpsychologische Begriffe, mit denen
Befindlichkeiten und innerpsychische Konfliktlagen erfasst werden können. Sie wissen um
die Bedeutung unbewusster Prozesse und können einordnen, wann problematische
Abwehrprozesse die psychische Stabilität eines Menschen beeinträchtigen können. Sie
kennen die Psychodynamik spezieller psychischer Erkrankungen und die
Übertragungsmuster, die im sozialpädagogischen Umgang mit betroffenen Klientinnen
und Klienten aktiviert werden können. Außerdem haben Sie Kenntnis über die
Auswirkungen traumatischer Erlebnisse auf die Klientel sozialpädagogischer Arbeit
Content information
In dieser Übung sollen psychodynamische Modelle erarbeitet werden, die
zum tieferen Verständnis psychischer Erkrankungen dienlich sind und somit
die persönliche Handlungsfähigkeit gegenüber betroffenen Klientinnen und
Klienten der Sozialen Arbeit erhöhen können. Leitend ist die Idee, dass
psychische Symptomatiken und Abwehrprozesse letztlich missglückte
Bewältigungsversuche darstellen, mit denen ein Individuum schwierige
Lebenskonstellationen subjektiv sinnhaft zu meistern versucht und die man
nicht als „nur pathologisch“ abtun sollte.
Folgende Themen werden anfangs im Mittelpunkt stehen:
1. Vom Triebkonflikt zum Trauma: psychodynamische Zugänge im historischen Wandel
2. Innerlich verdrängen oder äußerlich abspalten: Abwehr und Abwehrmechanismen
3. Vertrauen und Sicherheit oder Misstrauen und Distanz A: Bindung
4. Vertrauen und Sicherheit oder Misstrauen und Distanz B: Mentalisierung
5. Verwundung und Verstörung: Trauma und Traumatisierung
6. Gegenseitige Gefühlsresonanz: Übertragung und Gegenübertragung
Danach kann die Krankheitsdynamik schwerer psychischer Störungen behandelt werden:
7. Zwischen Grandiosität und Minderwertigkeit: narzisstische Störungen
8. Zwischen Begeisterung und Verzweiflung: Borderline-Störungen
9. Zwischen Selbstverlust und Weltverlust: psychotische Störungen
Ermann, M.: Psychoanalyse heute. Stuttgart: Kohlhammer 2012.
• Ermann, M.: Narzissmus – Vom Mythos zur Psychoanalyse des Selbst. Stuttgart: Kohlhammer 2020.
• Lütjen, R.: Beziehungsdynamiken besser verstehen – Tiefenpsychologisches Wissen für die psychiatrische Praxis. Köln: Psychiatrie-Verlag 2020
Teaching format
Teaching format SWS
Seminar 2
Examinations
Method of Examination Duration Weighting wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Graded Remark