Course


General information
Teilhabeorientierte Soziale Arbeit III: Inklusion und Exklusion – Theorien und Zeitdiagnosen im Zeichen gefährdeter Teilhabe
Participation-oriented social work III: Inclusion and exclusion
5.53.43
Prof. Dr. Marquardsen, Kai (kai.marquardsen@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Relations of this course to published module descriptions and their study program assignments

Modules in which this course is compulsory


Module Study Subject Study Specialization Study Focus Semester
Theoretische Grundlagen im Schwerpunkt Teilhabeorientierte Soziale Arbeit
Theoretical Approaches in Participation-Oriented Social Work
B.A. - BASA 25 - Soziale Arbeit (PO 2025 V8) Teilhabeorientierte Soziale Arbeit
Theoretische Grundlagen im Schwerpunkt Soziale Hilfen
Theoretical Approaches in Social Services
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Soziale Hilfen

Modules in which this coursee is available for election


Module Study Subject Study Specialization Study Focus Semester
Theoretische Grundlagen II
Theoretical Foundations II
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7)
Qualification outcome
Areas of Competence: Knowledge and Understanding; Use, application and generation of knowledge; Communication and cooperation; Scientific self-understanding / professionalism.
Die Studierenden können durch die Teilnahme an der Veranstaltung Ursachen und Erscheinungsformen von Exklusion und Inklusion verstehen und einordnen. Sie können die im Rahmen der Veranstaltung erlernten grundlegenden Begriffsbestimmungen, theoretischen Positionen und empirischen Befunde zu Exklusion und Inklusion auf unterschiedliche professionelle Zusammenhänge anwenden. Sie können die Anforderungen und Herausforderungen benennen, die sich daraus mit Blick auf verschiedene Zielgruppen und Handlungskontexte im Kontext Sozialer Hilfen ergeben, und diese kritisch bewerten.
Content information
Für die Soziale Arbeit sind Inklusion und Exklusion grundlegende Begrifflichkeiten. Bommes und Scherr (1996) sehen in Inklusionsvermittlung, Exklusionsvermeidung und Exklusionsverwaltung die drei Funktionen Sozialer Arbeit. Exklusion hat ihre Ursache in den sozialen Ungleichheitsstrukturen von Gesellschaften. Die Debatten um Inklusion, die in verschiedenen Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit geführt werden, lassen sich vor diesem Hintergrund als Reaktion auf Prozesse des sozialen Ausschlusses verstehen, die durch die sozial ungleiche Verteilung von Macht und Kapital permanent hervorgebracht werden. Für die Soziale Arbeit lässt sich Inklusion daher als Konzept interpretieren, mit dem systemisch erzeugten Prozessen des sozialen Ausschlusses entgegengewirkt werden soll. In der Vorlesung werden begriffliche und theoretische Grundlagen erarbeitet, um das Verhältnis zwischen Exklusion und Inklusion und dessen Relevanz für die Soziale Arbeit zu verstehen. Diese Grundlagen werden auf verschiedene Handlungsfelder im Kontext Sozialer Hilfen bezogen und kritisch reflektiert.
Auswahl:
Bude, H./Willisch, A. (Hrsg.) (2006): Das Problem der Exklusion: Ausgegrenzte, Entbehrliche, Überflüssige, Hamburg: Hamburger Edition HIS.
Farzin, Sina (2015): Inklusion/Exklusion. Entwicklungen und Probleme einer systemtheoretischen Unterscheidung, Bielefeld: transcript Verlag.
Hohm, Hans-Jürgen (2003): Urbane soziale Brennpunkte. Exklusion und soziale Hilfe, Leverkusen: Leske + Budrich.
Huster, Ernst-Ulrich/Boeckh, Jürgen/Mogge-Grotjahn, Hildegard (2018) (Hrsg.): Handbuch Armut und Soziale Ausgrenzung, 3. Auflage, Wiesbaden: VS Springer.
Kronauer, Martin (2002): Exklusion. Die Gefährdung des Sozialen im hoch entwickelten Kapitalismus, Frankfurt a. Main/New York: Campus.
Teaching format
Teaching format SWS
Lehrvortrag 2
Examinations
Method of Examination Duration Weighting wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Graded Remark