Course


General information
Geschlechterkompetenz in der Sozialen Arbeit I: Wandel der Geschlechterverhältnisse im Sozialstaat
Gender competence in social work I: Shifting gender relations in the social state
5.51.31
Prof.Dr. Pioch, Roswitha (roswitha.pioch@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Relations of this course to published module descriptions and their study program assignments

Modules in which this course is compulsory


Module Study Subject Study Specialization Study Focus Semester
Theoretische Grundlagen im Schwerpunkt Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
theoretical approaches in gender-reflective social work
B.A. - BASA 25 - Soziale Arbeit (PO 2025 V8) Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Geschlechterkompetenzen in der Sozialen Arbeit - Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Gendercompetence in social work - genderreflexive social work
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Geschlechterkompetenz in der Sozialen Arbeit
Geschlechterkompetenzen in der Sozialen Arbeit - (queer-)feministische Soziale Arbeit
Gendercompetence in social work: (queer-)feminist concepts
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Geschlechterkompetenz in der Sozialen Arbeit

Modules in which this coursee is available for election


Module Study Subject Study Specialization Study Focus Semester
Theoretische Grundlagen II
Theoretical Foundations II
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7)
Qualification outcome
Areas of Competence: Knowledge and Understanding; Use, application and generation of knowledge; Communication and cooperation; Scientific self-understanding / professionalism.
Die Studierenden verstehen die Differenz zwischen normativer Gleichstellung und faktischer Ungleichheit der Geschlechter. Sie können die Gleichstellung der Geschlechter in der Normenhierarchie der Gesetzgebung in Deutschland herleiten. Sie kennen faktische Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in der bezahlten Erwerbstätigkeit und unbezahlten Care-Tätigkeiten. Sie können den Care-Begriff aus einer queeren Perspektive reflektieren. Sie kennen Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen im Wissenschaftssystem. Sie lernen Möglichkeiten der Förderung von Trans*personen in der Wissenschaft kennen. Sie lernen politische Ansätze der Gleichstellung und Anti-Diskriminierung aufgrund von Geschlecht kennen. Sie verstehen, wie wohlfahrtsstaatliche Arrangements die Gleichstellung der Geschlechter befördern können.
Die Studierenden können Geschlechterunterschiede in der Gesellschaft erkennen und in den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit gezielt berücksichtigen. Sie können in der parteilichen Sozialen Arbeit Geschlechterungleichheiten entgegenwirken. Sie können politische Strategien entwickeln, die die Gleichstellung der Geschlechter fördern.
Die Studierenden können eine geschlechtergerechte Sprache anwenden. Sie können Strategien zur Gleichstellung im politischen Mehrebenensystem gezielt einzusetzen. Sie vermögen, Machtinteressen zu identifizieren und können Beharrungstendenzen entgegen einer Gleichstellung der Geschlechter benennen. Sie können in einer queeren Perspektive das binäre Denken der Zweigeschlechtlichkeit überwinden und in der empirischen Analyse von sozialen Ungleichheiten intersektionale Zusammenhänge aufdecken.
Die Studierenden verstehen Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession. Sie stellen sich jeglicher Diskriminierung aufgrund von Geschlecht und/oder sexueller Orientierung entgegen. Sie können geschlechterkompetent in den verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit agieren.
Content information
Der Sozialstaat und seine Institutionen sind nicht geschlechterneutral. In seiner Entstehung geht er von einer geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung aus und weist dem Mann die Ernährerrolle und der Frau die Zuständigkeit für die Familie zu. Institutionen, Einstellungsmuster und politische Regelungen tragen zur Beibehaltung dieser Geschlechterordnung bei, auch wenn seit den 1970er Jahren diese Geschlechterleitbilder zunehmend in Frage gestellt werden. Dabei zeigt sich, dass andere europäische Wohlfahrtsstaaten stärker auf soziale Gleichheit der Geschlechter ausgerichtet sind als der deutsche. In der Veranstaltung werden die geschlechterpolitischen "Baupläne“ der unterschiedlichen Wohlfahrtsstaaten in ihrem historischen Kontext analysiert, die Folgen für die Lebenslagen von Frauen und von Männern wie auch für queere Lebensweisen erarbeitet und Ansatzpunkte für Veränderungen aufgezeigt.
Beate Kortendiek, Birgit Riegraf, Katja Sabisch (Hrsg.) 2019: Handbuch Interdisziplinäre Geschlechterforschung, Wiesbaden: Springer vs
Teaching format
Teaching format SWS
Lehrvortrag 2
Examinations
Method of Examination Duration Weighting wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Graded Remark