Course


General information
Soziale Hilfen II: Grundlagen professionellen Handelns teilhabeorientierter Sozialer Arbeit mit marginalisierten Gruppen
Social services II: Fundamentals of participation-oriented social work with marginalized groups
5.14.63.0
Prof. Dr. Bödecker, Florian (florian.boedecker@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Relations of this course to published module descriptions and their study program assignments

Modules in which this course is compulsory


Module Study Subject Study Specialization Study Focus Semester
Theoretische Grundlagen im Schwerpunkt Soziale Hilfen
Theoretical approaches in social services
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6) Soziale Hilfen

Modules in which this coursee is available for election


Module Study Subject Study Specialization Study Focus Semester
Zweiter Schwerpunkt (Wahl aus Erziehung und Bildung, Geschlechterkompetenzen in der Sozialen Arbeit, Rehabilitation und Gesundheitswesen, Soziale Hilfen)
Second specialization (Elective from childhood education, gender competence in social work, rehabilitation and health services, or social services)
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6)
Qualification outcome
Areas of Competence: Knowledge and Understanding; Use, application and generation of knowledge; Communication and cooperation; Scientific self-understanding / professionalism.
Die Teilnehmenden sind nach der Veranstaltung in der Lage,
zu erläutern, inwiefern ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und straffällig gewordene Menschen gerade im Kapitalismus marginalisiert sind;
zu begründen, warum gerade soziale Dienstleistungsarbeit im Kapitalismus ökonomisch als unproduktiv gilt und unter permanenten Kostenvorbehalt steht;
Kriterien für die Selbstbestimmungsfähigkeit von Menschen anzugeben, um damit eine Balance im Zielkonflikt zwischen Achtung der Selbstbestimmung auf der einen und Fürsorge für das Wohlergehen auf der anderen Seite im Umgang besonders verletzlicher Gruppen zu finden;
Die Teilnehmenden sind nach der Veranstaltung in der Lage,
das obige Zusammenhangswissen anzuwenden, um die prekären Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit zu erklären;
methodisch zu begründen, wie eine hilfreiche Arbeitsbeziehungen mit Gruppen aufgebaut werden kann, die einen deutlichen geringen sozialen Status haben;
kriterienorientiert zu entscheiden, welche Unterscheidungen von Menschengruppen als wissenschaftlich legitim betrachtet werden können;
dabei die vier verschiedenen Modi asymmetrischer Entscheidungen (Distinktion, Devaluierung, Diskriminierung und Stigmatisierung) kritisch zu diskutieren;
die Möglichkeiten und Grenzen einer inklusiven Sprache bei der Bezeichnung sozialer Gruppen zu erörtern und
unterschiedliche Möglichkeiten der Ansprache und Kriterien für die Gestaltung von Angebote für solche Zielgruppen (z.B. im Rahmen von Bildungsangeboten) zu diskutieren.
Content information
Manche Zielgruppen Sozialer Arbeit sind besonders von Marginalisierung bedroht. Dazu zäh-len z.B. Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und straffällig gewordene Men-schen. In dieser Veranstaltung sollen deshalb die gesellschaftstheoretischen, methodischen, ethischen, wissenschaftstheoretischen und sprachpolitischen Grundlagen einer Soziale Ar-beit behandelt werden, die auf gesellschaftliche Mitbestimmung dieser Gruppen zielt.
Bei den gesellschaftstheoretischen Grundlagen steht vor allem die Frage im Fokus, was es be-deutet, im Kapitalismus alt, behindert oder straffällig zu sein, und was für die Sozialarbei-ter*innen bedeutet, in dieser Gesellschaft soziale Dienstleistungsarbeit zu betreiben.
Die methodischen Grundlagen beziehen sich vor allem darauf, wie eine helfenden Beziehung mit Gruppen aufgebaut werden kann, die durch einen deutlich geringeren sozialen Status ge-kennzeichnet sind. Darüber hinaus steht der Umgang mit der eigenen Macht im Sinne von Machtsensibilität im Zentrum sowie die Frage, wie solche Gruppen eigentlich angesprochen werden können.
Ethisch stellt sich besonders die Frage nach dem Umgang mit dem Zielkonflikt zwischen Achtung der Selbstbestimmung auf der einen und der Pflicht zur Fürsorge auf der anderen Seite. Dafür ist es z.B. wesentlich, die Selbstbestimmungsfähigkeit von Menschen einschätzen zu können.
Wissenschaftstheoretisch geht es vor allem darum, welche Unterscheidungen von Menschengruppen auch eigentlich als legitim betrachtet werden können. Mit der Kategorisierung verschiedener Menschengruppen sind auch die Modi „asymmetrischer Unterscheidungen“ verbunden: Distinktion, Devaluierung, Diskriminierung und Stigmatisierung.
Sprachpolitisch, aber auch wissenschaftlich, ist mit der Frage nach der Kategorisierung sozialer Gruppe auch die Frage nach ihrer Bezeichnung verbunden. Was hieße in Bezug auf Menschen mit Behinderung, ältere Menschen und straffällig gewordene Menschen eine inklusive Sprache zu verwenden. Ist es überhaupt eine Aufgabe der Sprache, Wirklichkeit richtig widerzuspiegeln?

Grundsätzlich ist die Veranstaltung als "flipped classroom" konzipiert, d.h. die Vermittlung der Wissensinhalte geschieht über Textarbeit im Selbststudium, die dann die Voraussetzung dafür ist, auf dieser Grundlage im Seminar interaktiv zum Thema zu arbeiten.
wird in der Veranstaltung gegeben.
Teaching format
Teaching format SWS
Übung 2
Examinations
Method of Examination Duration Weighting wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Graded Remark

Miscellaneous
Nähere Hinweise zur Modulprüfung auf den Seiten des Prüfungsamtes:

https://www.fh-kiel.de/fh-intern/fachbereiche-intern/soziale-arbeit-und-gesundheit/informationen-aus-dem-pruefungsamt/richtlinien-merkblaetter-anfertigung-von-arbeiten/