Areas of Competence: Knowledge and Understanding; Use, application and generation of knowledge; Communication and cooperation; Scientific self-understanding / professionalism.
Die Studierenden kennen nationale und internationale Entwicklungslinien der Gemeinwesenarbeit und der sozialraumorientierten Sozialen Arbeit. Sie kennen verschiedene Sozialraumkonzepte und können diese kritisch mit Gestaltungszugängen und Handlungsansätzen im Sozialraum in Verbindung bringen. Ferner kennen die Studierenden Hintergründe sowie aktuelle Entwicklungen eines integrierenden Hilfeparadigmas, das sowohl fall- als auch feldbezogene Arbeitsweisen nutzt, um die Selbsthilfe und Selbstorganisation der Adressat*innen der Sozialen Arbeit im Sozialraum zu stärken. Hierzu kennen die Studierenden die methodischen Prinzipien sozialraumorientierten Handelns sowie ausgewählte Methoden, Verfahren und Techniken der sozialraumorientierten Sozialen Arbeit, insbesondere partizipative Konzepte und Methoden.
Die Studierenden können soziale Räume mit Blick auf Diversitykategorien analysieren. Sie können Formen sozialer Ungleichheit im sozialräumlichen Kontext in ihrer Verwobenheit identifizieren und sind in der Lage, die Zusammenhänge zwischen sozialen Problemen und sozialem Raum zu erkennen und zu reflektieren. Mit diesem Wissen können sie den sozialen Raum als Ort der Herstellung von Handlungsfähigkeit kritisch mit aktuellen Handlungskonzepten der Sozialraumarbeit in Bezug setzen.
Sie sind in der Lage, vor diesem Hintergrund den Einsatz partizipativer Methoden zielgruppenspezifisch und zielgruppenübergreifend abzuschätzen. Sie sind in der Lage, gegenwärtige Veränderungen (Transformationen) des Sozialraums zu erkennen und hinsichtlich des Einflusses auf den Alltag der Adressat*innen einzuordnen. Sie können dies kritisch-reflexiv mit gegenwärtigen gesellschaftlichen und sozialstaatlichen Diskursen und Paradigmen in den Zusammenhang bringen.
Die Studierenden integrieren reflexiv weitere theoretische Ansätze und Konzepte der Sozialen Arbeit, insbesondere intersektionale Perspektiven auf Lebenswelten und Lebenslagen von Adressat*innen Sozialer Arbeit. Dies inkludiert das (macht)kritische Durchdenken der professionellen Rollengestaltung der sozialräumlichen Sozialen Arbeit und eine kritische Auseinandersetzung mit Fragen zur Prozessgestaltung in Organisationen, Netzwerken und im Gemeinwesen. Die Studierenden entwickeln darüber eine professionelle Haltung für die Soziale Arbeit im Sozialraum.