Modul


Allgemeine Informationen
Forschung in der Sozialen Arbeit II
Research in social work II
54400
ForSozArb2A-01-BA-M
Prof. Dr. Lenz, Gaby (gaby.lenz@haw-kiel.de)
Prof. Dr. Akbas, Bedia (bedia.akbas@haw-kiel.de)
Prof. Dr. Groß, Melanie (melanie.gross@haw-kiel.de)
Prof. Dr. Henningsen, Anja (anja.henningsen@haw-kiel.de)
Prof. Dr. Lenz, Gaby (gaby.lenz@haw-kiel.de)
Prof. Dr. Müller, Michael (michael.mueller@haw-kiel.de)
Neppert, Doris (doris.neppert@haw-kiel.de)
Dr. Richter, Petra (petra.richter@haw-kiel.de)
Dr. Schreieder, Elisabeth (elisabeth.schreieder@haw-kiel.de)
Wintersemester 2024/25
1 Semester
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Studiengänge und Art des Moduls (gemäß Prüfungsordnung)
Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Modulart Fachsemester
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Pflichtmodul

Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden kennen das Prinzip des „Forschenden Lernens“ und können die in Modul 9 "Forschung in der Sozialen Arbeit I" erworbenen Kompetenzen im Rahmen eines Praxisforschungsprojekts anwenden.
Die Studierenden entwickeln eine eigene Forschungsfrage und können ein auf darauf bezogenes Forschungsdesign entwickeln, begründen und für die Untersuchung terminieren. Sie können eine Erhebung durchführen und die erhobenen Daten auswerten. Sie können die Güte ihrer Forschungsergebnisse einschätzen und kritisch reflektieren.
Die Studierenden entwickeln ihre Forschungsdesigns im stetigen Austausch mit anderen Studierenden und führen ihre Forschungsvorhaben in kleinen Forschungsgruppen kooperativ durch.
Die Studierenden reflektieren den Forschungsprozess (Problemerkennung, -formulierung, reflektierte und kriteriengeleitete Bearbeitung unter Anwendung passender Methoden) in seiner Übertragbarkeit auf zukünftiges Handeln im Kontext der Sozialen Arbeit.
Angaben zum Inhalt
Die Studierenden lernen Forschungspraxis kennen indem sie aufbauend auf den in Modul 9 erworbenen Kompetenzen eigene Forschungsfragen bearbeiten. Dazu entwickeln die Studierenden in den Forschungswerkstätten eigene Fragestellungen. Im steigen Austausch mit anderen Studierenden entwickeln sie ein Erhebungsdesign. Sie planen eine Erhebung, führen dies durch und werten die erhobenen Daten aus. Dazu können sie eigene kleine Projekte durchführen oder sich an bestehenden Projekten beteiligen. Die einzelnen Forschungswerkstätten sind inhaltlich bzw. methodologisch fokussiert. In den Forschungswerkstätten erfolgt eine vertiefte Auseinandersetzung mit der jeweils gewählten Thematik.
Forschungswerkstätten:

Prof. Dr. Melanie Groß:
"Kulturen verstehen – Teilnehmende Beobachtung und Ethnographieforschung"
In der Lehrveranstaltung werden wir Grundzüge der Ethnographie und v.a. die Methode des Teilnehmenden Beobachtens kennenlernen und praktisch erproben. Studierende werden die Methoden anwenden und die gewonnen Daten auswerten und im Laufe des Semesters präsentieren.

Prof. Dr. Gaby Lenz:
Forschungswerkstatt qualitative Sozialforschung.
Die Studierenden werden in der Forschungswerkstatt aufbauend auf den Kenntnissen aus Modul 9, ein eigenes Forschungsdesign entwickeln und praktisch erproben.

Dr. Petra Richter:
„Leben erzählen – Leben verstehen: Forschungswerkstatt Biografieforschung“
Die Teilnehmenden dieser Forschungswerkstatt werden im Wege einer eigenen
qualitativen Forschungsarbeit auf eine biografische Spurensuche gehen.
Die Vermittlung theoretischer Kenntnisse über Anlage und Ablauf biografischer Studien hat im letzten Semester stattgefunden und wird nun ergänzt durch forschungspraktisches Tun. In eigenen Forschungsvorhaben durchlaufen Studierende Stationen eines qualitativen Forschungsprozesses der Biografieforschung. Die Teilnehmenden werden in studentischen Arbeitsgruppen biografisch-narrative Interviews erheben, die Interviewdaten aufbereiten und auswerten. Auf Lebensgeschichten bezogene Forschungsfragen können entlang forschungsethischer Prinzipien und fachlicher Eignung gewählt werden. Am Ende des Semesters werden wir gemeinsam darüber nachdenken, welchen Ertrag und welche Ansatzpunkte in den Forschungsergebnissen für eine reflektierte und ressourcenorientierte Soziale Arbeit aufgefunden werden können.

Prof. Dr. Elisabeth Schreieder:
"Forschungswerkstatt Teilnehmende Beobachtung "Das methodische Vorgehen der Teilnehmenden Beobachtung wird in der Praxis erprobt. Die Studierenden finden sich in Kleingruppen zusammen und konzipieren ein Forschungsprojekt mit einer eigenen Forschungsfrage und den dazugehörigen Datenerhebungs- und Auswertungsinstrumenten. Im Anschluss durchlaufen sie den Forschungsprozess und fertigen einen projektbezogenen Forschungsbericht.


Prof. Dr. Anja Henningsen:
Qualitative Interviewforschung - Beispielprojekt. Die Studierenden erarbeiten ein Forschungsprojekt im Rahmen der qualitaitven Interviewforschung. Auf der Grundlage einer Fragestellung führen die Studierenden eine Erhebung durch und werten sie in geeigneter Form aus.

Prof. Dr. Michael Müller:
Die Studierenden werden in der Forschungswerkstatt aufbauend auf den Kenntnissen aus Modul 9 eine eigene quantitative Forschungsfrage im Kontext der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ entwickeln und an Sekundärdaten auswerten oder eigene Fragestellungen bearbeiten.

Prof. Dr. Bedia Akbas:
Interpretative Forschungswerkstatt. In dieser Veranstaltung werden aufbauend auf den Kenntnissen aus Modul 9 ein Raum für intensive Auseinandersetzung mit methodologischen theoretischen und praktischen Fragen interpretativer Forschung ermöglicht. Anhand von Forschungsmaterial, welches die Studierenden i.d.R. aufgrund einer eigenen Fragestellung und selbst durchgeführten Erhebung vorliegen haben oder neu erstellen, werden Lesearten erprobt. Im Zentrum steht die Reflexion der Forschungspraxis der Teilnehmenden und was Forschende eigentlich machen, wenn sie interpretieren. Dies wird schließlich nur erfahrbar, wenn es selbst praktiziert wird.

Doris Neppert
Historische Forschung
Es wird ein sozial-historisches Projekt mit lokalem Bezug durchgeführt (z.B. Umgang mit Alkoholabhängigkeit bis 1918, Geschichte des Pflegekinderwesens, Geschichte der Kinderläden in Kiel, etc.). In Kleingruppen erforschen die Studierenden unterschiedliche Aspekte eines am Anfang des Semesters festgelegten Themas. Dafür werden Archive besucht und historische Quellen analysiert. Die Ergebnisse werden am Ende des Semesters vorgestellt.
Friebertshäuser Barbara; Prengel Annedore (Hrsg.) (2003): Handbuch qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim [u.a.]: Juventa.
Hug, T./ Poscheschnik, G. (2020): Empirisch forschen : die Planung und Umsetzung von Projekten im Studium, München: UTB. Als elektronische Ressource in unserer Bibliothek vorhanden
Schaffer, Hanne Isabell (2009): Empirische Sozialforschung für die Soziale Arbeit : eine Einführung. 2.Aufl. Freiburg im Breisgau: Lambertus
Quatember Andreas (2014): Statistik ohne Angst vor Formeln: Das Studienbuch für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler München/Boston,
Lehrformen der Lehrveranstaltungen
Lehrform SWS
Übung 2
Arbeitsaufwand
2 SWS
5,0 Leistungspunkte
24 Stunden
126 Stunden
Modulprüfung
Für die Zulassung zu Prüfungen im Modul 14 (Forschung in der Sozialen Arbeit II) müssen die Prüfungen des Moduls 9 (Forschung in der Sozialen Arbeit I) erfolgreich abgeschlossen sein.
Grundlage der Modulabschlussprüfung: Die Studierenden besuchen eine Präsenzveranstaltung (insgesamt 2 SWS), die sie aus den Veranstaltungen des Modulbereichs wählen können. Die Prüfung kann in Einzel- und in Gruppenarbeiten erfolgen. Bei Gruppenarbeiten sind gem. § 10 Abs. 1 PVO bei den schriftlich abzugebenden Forschungsberichten/Projektarbeiten die zu bewertenden individuellen Prüfungsleistungen deutlich zu unterscheiden und müssen alleinstehend verständlich sein. Die individuellen Beiträge einer Gruppenarbeit sind entsprechend abzugrenzen bzw. deutlich (z.B. in Kapitelüberschriften) zu markieren.
Anmeldung zur Modulabschlussprüfung: Da es sich um eine semesterabschließende Modulprüfung handelt, melden sich die Studierenden unter QIS zur Prüfung im regulären Anmeldezeitraum für das Sommersemester 2024, d.h. nach Rücksprache mit den Lehrenden an. Achtung: Anmeldung ist nur einmal im Semester möglich.
Abgabe der Prüfungsleistung "projektbezogene Arbeiten": Die Abgabe des schriftlichen Forschungsberichtes muss bis spätestens 31.08.2024 in gedruckter Form in das Postfach des/der Lehrenden erfolgen , dessen/deren Veranstaltung besucht wurde.
Im Falle einer Erkrankung muss die zu prüfende Person eine ärztliche Bescheinigung (Formblatt PVO, Anlage C) zur Beurteilung der Prüfungsunfähigkeit beim Prüfungsamt vorlegen. Bewertung: Die Mitteilung der Bewertung der Prüfungsleistung erfolgt durch die Lehrkraft an das Prüfungsamt.
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Absatz 2 PVO Benotet Anmerkung
Projektbezogene Arbeiten 100 % Anmeldung über QIS, Abgabe des Forschungsberichtes bis spätestens 31.08.2024, 24.00 Uhr