Modul


Allgemeine Informationen
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Company Health Management
MA-WM I
Prof. Dr. Schütte, Carl (carl.schuette@haw-kiel.de)
Prof. Dr. Schütte, Carl (carl.schuette@haw-kiel.de)
Wintersemester 2024/25
1 Semester
Deutsch
Studiengänge und Art des Moduls (gemäß Prüfungsordnung)
Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Modulart Fachsemester
M.A. - DBM - Digital Business Management (Aufnahme bis SoSe 25) Wahlmodul
M.Sc. - WIW - Wirtschaftsingenieurwesen (Aufnahme bis SoSe 25) Wahlmodul
M.A. - BWL Lehre NB - Betriebswirtschaftslehre für Nicht-Betriebswirt*innen Wahlmodul

Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Absolvent*innen
- kennen und verstehen die Bezüge des BGM zu den übergreifenden Konzepten Public Health und One Health.
- kennen die vorgestellten aktuellen Theorien und Konzepte zum BGM und besitzen ein vertieftes Verständnis dieser Ansätze.
- sind in der Lage, die Erklärungsansätze Pathogenese und Salutogenese sowie das regulative Prinzip der Personorientierung und die jeweils darauf aufbauenden Gestaltungs- und Steuerungsansätze im BGM wissenschaftlich fundiert zu beurteilen.
- kennen, verstehen die Bedeutung und sind in der Lage ein organisationsspezifisches Berichtswesen/Gesundheits-Controlling aufzusetzen
Absolvent*innen
- können eigene Fragestellungen zur Gestaltung und Entwicklung von BGM-Ansätzen entwickeln und unter Verwendung geeigneter wissenschaftlicher Methoden (quantitativ und qualitativ) erforschen und bearbeiten.
- können im „Real Case“ einer Organisation unter Anwendung fachwissenschaftlicher Methoden und der Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens eine wirkungsvolle BGM-Konzeption ausarbeiten und Vorschläge für eine Implementierung und Weiterentwicklung machen.
- sind in der Lage, fachwissenschaftlich begründete theoretische Modelle und Anwendungsvorschläge zum BGM zu entwickeln und können dabei begründete Anpassungen von Standardmethoden und "Good-Practices" vorschlagen.
Absolvent*innen
- sind in der Lage, offen auf andere Menschen – allein und im Team – zuzugehen und mit diesen zusammenzuarbeiten (Empathie; Feedback; Rollendistanz).
- können verschiedene Rollen im Team übernehmen, vor allem auch Gruppen verantwortungsvoll leiten.
- können in Vorträgen und Präsentationen ihre Arbeitsergebnisse vorstellen und verteidigen.
- können zum BGM bereichsspezifische und fachübergreifende Diskussionen mit Fachleuten und Laien führen.
Absolvent*innen
- können selbstständig offene Aufgabenstellungen bearbeiten.
- können und wollen eigenständig neues Wissen zum Fachgegenstand des Moduls suchen und sich dieses gemäß der Kompetenzstufung „Reproduktion – Reorganisation – Transfer – Problemlösefähigkeit“ aneignen.
- leben die Attitüde wissenschaftlicher Erschließung und Kritik der Unternehmensführung.
- können ihren Lernprozess reflektieren und daraus Schussfolgerungen für ihre Handlungsweisen ziehen.
Angaben zum Inhalt
Das Modul behandelt Herausforderungen und theoriegestützte Ansätze des BGM in Organisationen (erwerbswirtschaftliche Unternehmen, Einrichtungen des Non-Profit-Sektors oder der Öffentlichen Hand). Unter Rückgriff auf den „state of the art“ der Managementforschung, insbesondere auch von Organisations- und Personalentwicklung (systemische Analyse, Konstruktivismus, Prozessberatung. Lernprozesssteuerung etc.) und unter Berücksichtigung ethischer Aspekte werden die wichtigsten Kompetenzen zur Lösung solcher Herausforderungen aufbereitet.
Das Modul schließt damit an ein drängendes Problem der Unternehmensführungspraxis an.

Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen:
- Was führt dazu, dass Menschen sich in der Arbeit und darüber hinaus gesund (oder auch krank) fühlen?
- Wie zeigen sich bzw. äußern sich Wohlergehen und Missempfinden?
- Wie kann ein valides, reliables und objektives Berichtswesen als Grundlage für die Diagnose und "Therapie" etabliert werden?
- Worin besteht die betriebswirtschaftliche Bedeutung?
- Erweisen sich die Phänomene als ethisch relevant?
- Was können Betriebe und vor allem Führungskräfte tun?
- Wie können und sollten die verschiedenen Managementfunktionen ansetzen?

Grobgliederung:
1. Krankheit – Gesundheit: Die Bedeutung des Modells der bio-psycho-sozialen Gesundheit von WHO / ICF
2. Von Behandlung von Erkrankungen über deren Vermeidung hin zur Förderung von Gesundheitsempfinden
(Kurieren – Prävention – Salutogenese)
3. Absentismus und Präsentismus: Betriebswirtschaftliche Bedeutung dieser Phänomene
4. Bestandteile, Maßnahmen und Träger des BGM – Überblick und Anwendung
5. Herausforderungen bei Implementierung von BGM: Struktur, Kultur, Führung und Personalmanagement (insbesondere Personalentwicklung) als Voraussetzungen
6. Kommunikation im BGM

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- Jancik, J. M., Betriebliches Gesundheitsmanagement. Produktivität fördern, Mitarbeiter binden, Kosten senken, Wiesbaden 2002.
- Razum, O., Kolip, P. (Hrsg.) Handbuch Gesundheitswissenschaften. 7. Auflage, Weinheim – Basel 2020.
- Uhle, Th., Treier, M., Betriebliches Gesundheitsmanagement, 4. Aufl., Wiesbaden 2019.
- Watzlawick, P., Anleitung zum Unglücklichsein, 15. Aufl., München 2009.
- Weinreich, I., Weigl, Ch., Unternehmensratgeber betriebliches Gesundheitsschutzmanagement: Grundlagen - Methoden - personelle Kompetenzen, 2011.
- Woolfolk, A., Pädagogische Psychologie. 10. Auflage – bearbeitet und übersetzt von Prof. Dr. Ute Schönpflug. Pearson. München u. a. 2008.
- Brandenburg, U., Nieder, P. (2009). Einleitung. In: Betriebliches Fehlzeiten-Management. Gabler

2. Folien von Präsentationen.

3. Weitere Hinweise erfolgen im Laufe der Veranstaltung.
Lehrformen der Lehrveranstaltungen
Lehrform SWS
Seminar 2
Arbeitsaufwand
2 SWS
5,0 Leistungspunkte
24 Stunden
126 Stunden
Modulprüfung
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Absatz 2 PVO Benotet Anmerkung
Präsentation 80 Minuten 100 %