Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Praxisbezug: Antifeminismus, Rassismus und Demokratiegefährdung: Herausforderungen für die Soziale Arbeit
Anti-Feminism, Racism, and Democratic Backsliding: Challenges for Social Work
5.56.10.19
Magsaam, Alexa (alexa.magsaam@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Praxisbezüge im Schwerpunkt Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Practical aspects in the focus area of gender-reflective social work
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Geschlechterkompetenz in der Sozialen Arbeit
Praxisbezüge im Schwerpunkt Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Practical aspects in the focus area of gender-reflective social work
B.A. - BASA 25 - Soziale Arbeit (PO 2025 V8) Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden erwerben ein vertieftes Verständnis dafür, wie rechte Narrative, geschlechtsbezogene Feindbilder und demokratiegefährdende Dynamiken entstehen und welche Bedeutung sie für die Soziale Arbeit haben.
Die Studierenden lernen, solche Narrative in professionellen Kontexten zu erkennen, analytisch einzuordnen und theoriegestützte Gegenstrategien zu entwickeln.
Darüber hinaus stärken die Studierenden ihre Fähigkeiten, kontroverse Themen dialogorientiert, diskriminierungssensibel und kooperativ zu bearbeiten.
Die Studierenden reflektieren ihr eigenes professionelles Handeln, schärfen ihr wissenschaftliches Selbstverständnis und entwickeln ein demokratisches, resilientes Rollenverständnis für die Praxis der Sozialen Arbeit.
Angaben zum Inhalt
Demokratien geraten heute nicht nur durch politische Entscheidungen unter Druck, sondern auch durch gezielte Feindbilder, emotionale Mobilisierung und die Abwertung emanzipativer Anliegen. Migration, Geschlechtergerechtigkeit, Queere- oder Klimapolitik werden immer wieder als Bedrohungen dargestellt – oft mit dem Ziel, Unsicherheit zu erzeugen und autoritäre Antworten attraktiv erscheinen zu lassen.

Grundlage des Seminars bildet das im Oktober 2025 erschienene Buch "Zerstörungslust" der Soziolog*innen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey. Sie zeigen, wie Kränkungsgefühle, Wut und Enttäuschung politisch genutzt werden, um demokratische Normen zu schwächen und eine destruktive Dynamik in Gang zu setzen.

Im Seminar beschäftigen wir uns damit
• wie Feindbilder entstehen,
• welche Narrative besonders wirksam sind,
• warum bestimmte Themen immer wieder aufgegriffen werden,
• und wie wir demokratische Positionen im Alltag, in Debatten und in Institutionen stärken können.
Amlinger, Carolin; Nachtwy, Oliver (2025): Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus. Berlin: Suhrkamp
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2