Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden kennen ausgewählte Erkenntnisse der kritischen Männlichkeitsforschung und können diese auf sozialpädagogisches Handeln in verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeitsfelder beziehen. Sie verstehen Männlichkeit als bio-psycho-sozial-kulturelles Konzept, das von Personen, die als "männlich" (an-)erkannt werden wollen, aktiv bearbeitet werden muss ("doing masculinity"). Sie erkennen zudem Männlichkeit in seiner Verwobenheit mit anderen Differenzverhältnissen (z.B. race, class und body).
Die Studierenden kennen verschiedene Konzepte der sozialpädagogischen Arbeit mit Jungen und Männern. Sie können, ausgehend von den verschiedenen Sozialisationsbedingungen von Männern, von sozialen Problemen, von denen Männer betroffen sind und in Bezug auf soziale Probleme, die vorrangig von Männern verursacht werden (z.B. geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen), Handlungsweisen in der Sozialen Arbeit mit Jungen und Männern konzipieren. Sie können dies auf den Ebenenen der direkten Arbeit mit Jungen/Männern bzw. Gruppen von Jungen/Männern, auf der strukturellen, gesellschaftspolitischen Ebene von emanzipativer Männerpolitik sowie auf der Ebene gesellschaftlicher Repräsentationen in Bezug auf Männlichkeit.
Die Studierenden tauschen sich fachlich zu verschiedenen Themen kritischer Männlichkeitsforschung und deren Implikationen für sozialarbeiterisches/sozialpädagogisches Handeln aus.
Die Studierenden setzen sich vor dem Hintergrund ihrer eigenen biografischen Erfahrungen mit Jungen und Männern bzw. Männlichkeit mit ihren eigenen Sichtweisen auf Männlichkeit auseinander und entwickeln daraus eine pädagogisch reflektierte Haltung zu Männlichkeit/ pädagogischer Arbeit mit Jungen und Männern.