Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Praxisbezug: Männlichkeit(en) und Soziale Arbeit
masculinity and social work
5.56.10.13
Prof. Dr. Lamp, Fabian (fabian.lamp@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Praxisbezüge im Schwerpunkt Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Practical aspects in the focus area of gender-reflective social work
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6)
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden kennen ausgewählte Erkenntnisse der kritischen Männlichkeitsforschung und können diese auf sozialpädagogisches Handeln in verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeitsfelder beziehen. Sie verstehen Männlichkeit als bio-psycho-sozial-kulturelles Konzept, das von Personen, die als "männlich" (an-)erkannt werden wollen, aktiv bearbeitet werden muss ("doing masculinity"). Sie erkennen zudem Männlichkeit in seiner Verwobenheit mit anderen Differenzverhältnissen (z.B. race, class und body).
Die Studierenden kennen verschiedene Konzepte der sozialpädagogischen Arbeit mit Jungen und Männern. Sie können, ausgehend von den verschiedenen Sozialisationsbedingungen von Männern, von sozialen Problemen, von denen Männer betroffen sind und in Bezug auf soziale Probleme, die vorrangig von Männern verursacht werden (z.B. geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen), Handlungsweisen in der Sozialen Arbeit mit Jungen und Männern konzipieren. Sie können dies auf den Ebenenen der direkten Arbeit mit Jungen/Männern bzw. Gruppen von Jungen/Männern, auf der strukturellen, gesellschaftspolitischen Ebene von emanzipativer Männerpolitik sowie auf der Ebene gesellschaftlicher Repräsentationen in Bezug auf Männlichkeit.
Die Studierenden tauschen sich fachlich zu verschiedenen Themen kritischer Männlichkeitsforschung und deren Implikationen für sozialarbeiterisches/sozialpädagogisches Handeln aus.
Die Studierenden setzen sich vor dem Hintergrund ihrer eigenen biografischen Erfahrungen mit Jungen und Männern bzw. Männlichkeit mit ihren eigenen Sichtweisen auf Männlichkeit auseinander und entwickeln daraus eine pädagogisch reflektierte Haltung zu Männlichkeit/ pädagogischer Arbeit mit Jungen und Männern.
Angaben zum Inhalt
-Männliche Sozialisation, Männlichkeit im Lebensverlauf
-Soziale Probleme und Männlichkeit: soziale Probleme, von denen vorrangig Männer betroffen sind und solche, die vorrangig von Männern verursacht werden
-Jungenarbeit: Grundlagen und Konzepte
-Männerberatung
-Männer und Migration/Flucht
-Väterarbeit: Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus Männerperspektive
-Männergesundheit
-Männlichkeit und Gewalt, Täterarbeit
-Männlichkeit im Wandel: zwischen Caring masculinities, queeren Männlichkeiten und traditioneller Männlichkeit, Radikalisierung und Extremismus
-Emanzipative Jungen- und Männerpolitik: LAGs/BAG Jungenarbeit, Bundesforum Männer, Positionspapiere zu Männlichkeitspolitik und zur Entwicklung und Professionalisierung von Jungen- und Männerarbeit
Wird in der Veranstaltung bekanntgegben
Lehrform
Lehrform SWS
Seminar 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung