Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Intersektionalität und Diversität als Analyseperspektive für Lebenslagen und Lebenswelten
An Intersectional and diversity perspective for analysing life situations and life worlds
5.32.02
Prof.Dr. Tsianos, Vassilis (vassilis.tsianos@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung belegt werden muss


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Intersektionale Perspektiven auf Lebenslagen und Lebenswelten
Intersectional perspectives on life worlds and life situations
B.A. - BASA 25 - Soziale Arbeit (PO 2025 V8)
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Nach Abschluss der Vorlesung verfügen die Studierenden über ein breites Wissen über die Konzepte Intersektionalität, Gender, Diversity, race/Herkunft, Schicht/Klasse/Lebenswelt als zentrale Querschnittfragen der Sozialen Arbeit. Sie können den Zusammenhang zwischen der Konstruktion von Differenzkategorien und der Produktion von sozialer Ungleichheit verstehen. Darüber hinaus können sie mit Hilfe intersektionaler Perspektiven die Verwobenheit und Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Differenzkategorien wie gender, race, class/Schicht/body erkennen und ihr Zusammenwirken auf den verschiedenen Ebenen sozialen Handelns analysieren.
Die Studierenden können, aufbauend zu ihren Kenntnissen zu Intersektionalität und lebensweltbezogener Sozialer Arbeit, lebenslagenspezifische Problem- und Aufgabenstellungen umfassend reflektieren und daraus ein kritisches Selbstverständnis handlungsfeld- und zielgruppenspezifischer Sozialer Arbeit ableiten.
Angaben zum Inhalt
Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit sind relevante ethische Leitprinzipien der Sozialen Arbeit. Soziale Arbeit ist jedoch durch ihre Aufgabe, Differenz und Abweichungen von der Norm zu „bearbeiten“, in einem widersprüchlichen Spannungsfeld von Anerkennung/Ermächtigung einerseits und Ausgrenzung/Stabilisierung von Ungleichheitsverhältnissen andererseits. Die Herstellung und der Umgang mit Differenzkategorien wie gender, race/Herkunft, class/Schicht sind zentrale Aufgabenstellungen der Sozialen Arbeit. In der Vorlesung wird in die theoretischen Grundlagen zu gender, race, class und Diversität unter intersektionaler und lebensweltspezifischer Perspektive eingeführt und relevante Forschungsergebnisse vorgestellt (eine vertiefende Auseinandersetzung mit den einzelnen Differenzkategorien findet in den jeweiligen Übungen statt). Wichtige Zusammenhänge zwischen der Konstruktion von Differenzkategorien und sozialer Ungleichheit werden veranschaulicht und die Wechselwirkungen zwischen den Differenzkategorien und Handlungsebenen (Makro, Meso, Mikro) verdeutlicht. Aus der kritischen Betrachtung hegemonialer Diskurse und Praktiken folgen diversitätsbewusste und lebensweltenbezogene Haltungs- und Handlungsansätze für die Soziale Arbeit.
Winker, Gabriele und Nina Degele. 2009. Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Bielefeld: transcript Verlag

Biele Mefebue, Astrid V., Bührmann; Andrea D. und Sabine Grenz. 2020. Handbuch Intersektionalität. Wiesbaden: Springer Verlag
Lehrform
Lehrform SWS
Lehrvortrag 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung