Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Gender und Rechtsextremismus
Gender and right wing extremisms
5.51.50.15 (5.26.35.0)
Raupach, Nils (nils.raupach@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Konzeptionelles Handeln im Schwerpunkt Geschlechterkompetenzen in der Sozialen Arbeit
Practice seminars for the focus area gendercompetence in social work
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Geschlechterkompetenz in der Sozialen Arbeit
Konzeptionelle Übungen im Schwerpunkt Geschlechterkompetenz in der Sozialen Arbeit
Practice seminars in gender competence in social work
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6) Geschlechterkompetenz in der Sozialen Arbeit
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden kennen geschlechterrollenspezifische Elemente des historischen Nationalsozialismus. Sie kennen Strukturen, Denkweisen und Subkulturen aktueller rechtsextremer Gruppierungen und politischer Strömungen, etwa rechter Hooligans, „identitärer“ Aktivist*innen und Neonazis.
Die Studierenden sind in der Lage, die aus ihrer Allgemeinbildung bekannte Ideologie und Gesellschaftsordnung des „3. Reiches“ unter Genderaspekten zu analysieren. Sie haben eine eigene Haltung zu in der „Mitte der Gesellschaft“ fortlebenden genderspezifischen rechtsextremen Ideologiefragmenten entwickelt und können diese argumentativ vertreten.
Die Studierenden haben ihre im Laufe des Studiums Soziale Arbeit entwickelte Haltung zu einer menschrechtsorientierten und gendersensiblen Soziale Arbeit vertieft. Dieses Wissen können sie auf konkrete Fragestellungen zum Thema gendersensible Arbeit mit rechtsextremen Mädchen*, Frauen*, Jungen* und Männern* anwenden und Fallbeispiele selbstständig lösen.
Die Studierenden sind geübt in pädagogischer– und wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit den genannten Themen. Sie haben ihr Wissen um Methoden wie kollegiale Fallberatung vertieft und können diese auf Fragestellungen rund um die Themen Gender und Rechtsextremismus anwenden.
Angaben zum Inhalt
Im historischen Nationalsozialismus waren Geschlechterrollen klar definiert und aufgeteilt:
Während Männer dem Staat aktiv als Arbeitskräfte oder Soldaten dienen sollten, wurde von Frauen erwartet, ihren Männern den Rücken zu stärken. Vor allem sollten sie möglichst viele Kinder gebären und im Sinne der „Volksgemeinschaft“ erziehen. Im Prinzip sind diese starren Rollenbilder in der heutigen rechtsextremen Szene noch immer lebendig. Sie geben vor, deutsche Frauen und bürgerliche Freiheiten vor „dem Islam“ schützen zu wollen. Doch noch immer gehören schwule Männer und emanzipierte Frauen zu den Hauptfeindbildern der alten und neuen Rechten. Warum ist diese Frauen verachtende Szene attraktiv für viele Mädchen, Jungen und junge Erwachsene? Welche Rollen nehmen sie in der Szene ein? Das Seminar wird sich mit Strukturen, Denkweisen und Subkulturen etwa rechter Hooligans, „identitärer“ Aktivist*innen und Neonazis beschäftigen. Natürlich soll der Frage nachgegangen werden, welche Ansätze sich für eine menschenrechtsorientierte und gendersensible Soziale Arbeit ergeben.
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung