Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
• Die Studierenden erarbeiten sich fundierte methodentheoretische Kenntnisse.
• Die Studierenden setzen sich kritisch mit empirischer Datenerhebung sowie Auswertungs- und Interpretationsverfahren auseinander.
• Die Studierenden erarbeiten sich Kompetenzen, quantitative und qualitative empirische Untersuchungen zu bewerten und kritisch zu reflektieren.
• Die Studierenden verfügen über analytische Fähigkeiten, die Lebenssituationen und Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen in ihrer Komplexität zu analysieren und zu verstehen.
• Die Studierenden entwickeln eigene Fragestellungen in Bezug auf die verschiedenen Arbeitsbereiche der Sozialen Arbeit, und können diese präzisieren sowie geeignete Methoden zur Datenerhebung- sowie Auswertung wählen.
• Die Studierenden setzen sich mit der sozialen Positionierung ihrer AdressatInnen auseinander und analysieren die Wirkungen ihres pädagogischen Handelns auf Kinder und Jugendliche anhand von qualitativen Interviews mit SchülerInnen sowie Beobachtungssequenzen. (Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität)
Angaben zum Inhalt
Die Lehrveranstaltung dient dazu, die Studierenden in die verschiedenen Methoden der empirischen Sozialforschung einzuführen.
Einleitend werden Gütekriterien qualitativer Forschung vorgestellt. Die verschiedenen qualitativen Forschungsmethoden werden besprochen, Verbindungen und Differenzen von quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden aufgezeigt, mögliche Vor- und Nachteile der jeweiligen Methoden diskutiert, auch unter Berücksichtigung forschungsethischer Fragen. Weiterhin liegt ein Schwerpunkt der Lehrveranstaltung auf der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger (2012).
Anhand von Ergebnissen eines aktuellen Forschungsprojekts werden u.a. die verschiedenen Verschränkungen von sozialer Ungleichheit, die für eine kritische Auseinandersetzung für die Soziale Arbeit bedeutsam sind, diskutiert und bewertet.
Anknüpfend daran, entwickeln die Studierenden erste eigene Forschungsprozesse zu einem sozialpädagogisch relevanten Thema.
Akbaṣ, Bedia (2017): „Von ‚Sprachdefiziten‘ und anderen Mythen – Eine Studie zum (Nicht-) Verbleib von Fachkräften mit Migrationshintergrund in Einrichtungen der Elementarpädagogik“. Wiesbaden: Springer VS, 444 Seiten.
Bohnsack, R.; Schäffer, B. (2013): „Exemplarische Textinterpretation: Diskursorganisation und dokumentarische Methode“. In: Bohnsack, R.; Nentwig-Gesemann, I.; Nohl, A.-M. (Hrsg.): „Die dokumentarische Methode und ihre Forschungspraxis: Grundlagen qualitativer Sozialforschung“. 3. Aufl., Springer, Wiesbaden, S.341–346.
Bohnsack, R. (2004): Gruppendiskussion. In: Flick, U./von Kardorff, E./Steinke, I. (Hrsg.): Qualitative Forschung. Ein Handbuch. 3. Aufl., Reinbek, S. 369-384. Flick, U. (2009): Sozialforschung. Methoden und Anwendungen. Ein Überblick für die BA-Studiengänge. Reinbek bei Hamburg
Foucault, M. 2012: Die Ordnung des Diskurses, 11. Aufl. Frankfurt a.M.: Fischer-Verlag.
Friebertshäuser, B./ Langer, A./ Prengel, A. (Hrsg.) (2010): Handbuch Qualitative Forschungs-methoden in der Erziehungswissenschaft. 3. Auflage. Weinheim und München: S. 437-455.
Jäger, S. 2012: Kritische Diskursanalyse. Eine Einführung, 6. Aufl., Münster: Unrastverlag
Jäger, S. 2006: Diskurs und Wissen. Theoretische und methodische Aspekte einer Kritischen Diskurs- und Dispositivanalyse, In: Keller, R. u.a. (Hrsg.): Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse, Band 1: Theorie und Methoden, 3. Aufl. Wiesbaden: VS-Verlag, S. 83-114
Przyborski, A. (2004): Gesprächsanalyse und dokumentarische Methode. Qualitative Auswertung von Gesprächen, Gruppendiskussionen und anderen Diskursen, Wiesbaden
Schütze, F. (1983): Biographieforschung und narratives Interview. Neue Praxis, 3, S. 283-293.