Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Partizipation in der sozialpädagogischen Arbeit mit Kindern
Participation with children
5.24.55.0
Prof. Dr. Akbas, Bedia (bedia.akbas@haw-kiel.de)
In der Regel im Sommersemester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Praxisbezüge im Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe
Practical aspects in the focus area of children and youth welfare services
B.A. - BASA 25 - Soziale Arbeit (PO 2025 V8) Kinder- und Jugendhilfe
Konzeptionelles Handeln im Schwerpunkt Erziehung und Bildung
Practice seminars for the focus area Childcare and education
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Erziehung und Bildung
Konzeptionelle Übungen im Schwerpunkt Erziehung und Bildung
Practice seminars in childhood education and youth work/welfare
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6) Erziehung und Bildung
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden kennen die theoretischen Grundlagen und historischen Entwicklungspfade bezüglich Kinderrechte und Partizipation und die Bedeutung von Partizipation für Bildungsprozesse im frühen Kindesalter.
Die Studierenden erwerben Fähigkeiten, das eigene pädagogische Handeln mithilfe von theoretisch-analytischem Wissen zu reflektieren.
Die Studierenden verfügen über die Fähigkeit die ausgewählten Theorien und Konzepte als Reflexionsfolie für das pädagogische Handeln zu nutzen.
Die Studierenden verfügen über die Fähigkeit zur Gestaltung von Erziehungs- und Bildungsprozessen unter Berücksichtigung von Kinderrechten und Partizipation.
Angaben zum Inhalt
Eine kritische, sozialpädagogische Arbeit untersucht und reflektiert asymmetrische gesellschaftliche Verhältnisse und Disziplinierungspraxen, die Handlungs- und Partizipationsmöglichkeiten bzw. Entscheidungsteilhabe durch disziplinierende und auf Sanktionen basierenden Maßnahmen verhindern. Durch die Teilnahme an der Lehrveranstaltung lernen die Studierenden die Grundlagen der Partizipation in der sozialpädagogischen Arbeit mit Kindern kennen, insbesondere die Bedeutung von Partizipation als Schlüssel zu Demokratie und Bildung.

• Welchen Normierungs- und Standardisierungspraktiken unterliegen Kinder in gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen und welchen Einfluss bzw. welche Macht hat diesbezüglich Pädagogik?
• Konstruktion von Normalität und Differenz am Beispiel des Bildungssystems: Kindliche Entwicklung zwischen Heterogenität und Standardisierung, Exkurse zu Kindertagesstätten in der Migrationsgesellschaft, Bildungs- und Entwicklungsstandards und standardisierten Vorsorgeuntersuchungen.
• Stimulierung von Selbstbildungsprozessen der Kinder durch Partizipation statt Normierung in pädagogischen Handlungsfeldern: Kinder entwickeln Vertrauen in ihre Fähigkeiten, wenn Mitbestimmung als methodischer Ansatz im pädagogischen Alltag institutionalisiert ist.
• Partizipation durch den Kinderrechtsansatz in der Arbeit mit Kindern am Beispiel „Flucht“ und Kindheit.
• „Kinderstube der Demokratie“
Betz, T. et al. (2010). Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Schwalbach

Cloos, P. & Tervooren, A. (2013). Frühe Bildung im Spannungsfeld von Bildungspolitik und Bildungstheorie. In: Sektion Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit: Konsens und Kontroversen. Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit im Dialog (S. 38-44). Weinheim: Beltz Juventa

Dewey, J. (2000). Demokratie und Erziehung. Weinheim: Beltz Juventa.

Güthoff, F./Sünker, H. (2004). Handbuch Kinderrechte. Partizipation, Kinderpolitik, Kinderkultur. Münster.

Hansen, R./Knauer, S./Friedrich, B. (2005): Die Kinderstube der Demokratie. Partizipation in Kindertageseinrichtungen (hrsg. v. Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie des Landes Schleswig-Holstein)

Kelle, H. (2013. „Normierung und Normalisierung der Kindheit. Zur (Un)Unterscheidbarkeit und Bestimmung der Begriffe“. In H. Kelle & J. Mierendorff (Hrsg.), „Normierung und Normalisierung der Kindheit“ (S. 15-37). Weinheim, Basel: Beltz Juventa.

Klaas, M. et al. (2011): Kinderkultur(en). Wiesbaden.

Knauer, R. ; Sturzenhecker, B. (2016): Demokratische Partizipation von Kindern Weinheim : Beltz Juventa

Leiprecht, R. (2011). "Nichts ist praktischer als eine gute Theorie": Theorie, Forschung und Praxis im Kontext von politischer Kultur, Bildungsarbeit und Partizipation in der Migrationsgesellschaft (Vol. 59). Oldenburg: BIS-Verl. der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg

Prengel, A. (2013): Pädagogische Beziehungen zwischen Anerkennung, Verletzung und Ambivalenz. Opladen: Budrich

Reichenbach, R. (2011): Pädagogische Autorität. Macht und Vertrauen in der Erziehung; daraus: Kap. 7 Führen und sich führen lassen (S. 170- 193). Stuttgart: Kohlhammer

Stehr, J. (2007): „Normierungs- und Normalisierungsschübe – Zur Aktualität des Foucaultschen Disziplinbegriffs“. In: Anhorn, R. et al. (Hg.): Foucaults Machtanalytik und Soziale Arbeit. Eine kritische Einführung und Bestandsaufnahme. 1. Auflage. Wiesbaden: VS Springer, 29-40
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung