Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Teilnehmenden sind nach der Veranstaltung in der Lage,
zu erläutern, inwiefern ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und straffällig gewordene Menschen gerade im Kapitalismus marginalisiert sind;
zu begründen, warum gerade soziale Dienstleistungsarbeit im Kapitalismus ökonomisch als unproduktiv gilt und unter permanenten Kostenvorbehalt steht;
Kriterien für die Selbstbestimmungsfähigkeit von Menschen anzugeben, um damit eine Balance im Zielkonflikt zwischen Achtung der Selbstbestimmung auf der einen und Fürsorge für das Wohlergehen auf der anderen Seite im Umgang besonders verletzlicher Gruppen zu finden;
Die Teilnehmenden sind nach der Veranstaltung in der Lage,
das obige Zusammenhangswissen anzuwenden, um die prekären Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit zu erklären;
methodisch zu begründen, wie eine hilfreiche Arbeitsbeziehungen mit Gruppen aufgebaut werden kann, die einen deutlichen geringen sozialen Status haben;
kriterienorientiert zu entscheiden, welche Unterscheidungen von Menschengruppen als wissenschaftlich legitim betrachtet werden können;
dabei die vier verschiedenen Modi asymmetrischer Entscheidungen (Distinktion, Devaluierung, Diskriminierung und Stigmatisierung) kritisch zu diskutieren;
die Möglichkeiten und Grenzen einer inklusiven Sprache bei der Bezeichnung sozialer Gruppen zu erörtern und
unterschiedliche Möglichkeiten der Ansprache und Kriterien für die Gestaltung von Angebote für solche Zielgruppen (z.B. im Rahmen von Bildungsangeboten) zu diskutieren.