Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Das Recht auf Selbstbestimmung und seine Grenzen (TVStAE)
The right to self-determination and its limits
3.1.3.20
Eckert, Patrick (patrick.eckert@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Theorieveranstaltung zur staatlichen Anerkennung
Theoretical Studies for State Recognition
SA - STAE - Staatliche Anerkennung
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden

- kennen die rechtlichen Grundlagen des Betreuungsrechts nach dem BGB sowie der Unterbringung nach dem BGB und dem PsychHG
- erläutern den Begriff der Selbstbestimmung vor dem Hintergrund des Selbstbestimmungs-Stärkungs-Gesetzes, der UN-Behindertenrechtskonvention und des Bundesteilhabegesetzes
- kennen die rechtlichen Voraussetzungen und Grenzen von Eingriffen in die Selbstbestimmung
Die Studierenden

- ordnen praxisbezogene Fallkonstellationen den einschlägigen rechtlichen Grundlagen zu
- leiten aus den rechtlichen Rahmenbedingungen angemessene Handlungsmöglichkeiten für Beratung und Begleitung ab
- berücksichtigen rechtliche und fachliche Anforderungen bei der Einschätzung von Situationen, in denen Selbstbestimmung und Schutzbedürfnisse aufeinandertreffen
Die Studierenden

- reflektieren die Kommunikation mit Klient*innen im Spannungsfeld von Selbstbestimmung und Schutz
- berücksichtigen die Perspektiven und Beteiligungsrechte der Klient*innen im Beratungs- und Begleitungsprozess
Die Studierenden

- reflektieren die Bedeutung von Selbstbestimmung als handlungsleitendes Prinzip der Sozialen Arbeit
- setzen sich mit ethischen Fragestellungen im Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Fürsorge und Schutz auseinander
- begründen ihr professionelles Handeln unter Berücksichtigung rechtlicher, fachlicher und ethischer Anforderungen
Angaben zum Inhalt
In der Sozialen Arbeit wird man in nahezu allen Tätigkeitsfeldern immer wieder mit dem Begriff „Selbstbestimmung“ konfrontiert. Nicht zuletzt durch das Selbstbestimmungs-Stärkungs-Gesetz, die UN-Behindertenrechtskonvention sowie das Bundesteilhabegesetz, wurde die Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen in den Fokus gestellt. Damit einher geht die Diskussion hinsichtlich der „richtigen“ und angemessenen Begleitung der Klient*innen in der Sozialen Arbeit. Hierbei bewegt man sich stets im Spannungsfeld zwischen der Vermeidung von Bevormundung einerseits und Vernachlässigung andererseits. Doch was, wenn sich ein Mensch durch sein Verhalten schadet? Müssen wir ihn zwingend daran hindern?
Diese Veranstaltung befasst sich damit, was genau sich hinter Selbstbestimmung eigentlich verbirgt und welche Grenzen die Selbstbestimmung möglicherweise hat. Dies umfasst sowohl die rechtlichen Grundlagen der Selbstbestimmung, als auch der möglichen Eingriffe in die Selbstbestimmung. Das Betreuungsrecht sowie die Unterbringung nach BGB und PsychHG wird ebenso genauer betrachtet wie die Frage, wann ein Wille frei gebildet werden kann bzw. wann nicht
Lehrform
Lehrform SWS
Seminar 2
Sonstiges
Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss der Lehrveranstaltung ist die Teilnahme an mindestens 80 % der Veranstaltungszeit.