Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Kinder in Armutslagen – Konzepte, Phänomene, Kompensationen
Children in poverty - Concepts, phenomena, compensations
2.02.09.0
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Weltzugänge / Bildungsbereiche
Approaches to the world / Areas of education
B.A. - BAEB - Erziehung und Bildung im Kindesalter
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden können
- Armut definieren, benennen und unterscheiden
- theoretischer Armutskonzepte auf das fachliche Feld übertragen

Die Studierenden verfügen über

-Kenntnisse verschiedener Armutskonzepte und ihrer wissenschaftlichen Hintergründe

-Kenntnisse empirischer Erhebungen zu Armut von Kindern in Deutschland

-Kenntnisse der Auswirkungen von erlebter Armut auf die Lebenslage „Kindheit“ und ihrer Folgen

-Kenntnisse kompensatorischer Mittel in der sozialen Arbeit im Umgang mit armutsbelasteten Kindern und ihren Familien

-Kenntnisse armutssensiblen Umgangs mit betroffenen Kindern und ihren Familien in frühkindlichen Bildungseinrichtungen

-Kenntnisse von unterschiedlichen Lebenslagen und deren medialer Darstellung

-Kenntnisse zum Habitus-Konzept nach Pierre Bourdieu
Angaben zum Inhalt
- Was ist Armut?
Verschiedene Armutskonzepte:
-absolute Armut
-relative Armut
-Capability-Ansatz
-Ressourcenansatz
-Lebenslagenansatz

-Armut in der Gesellschaft sichtbar machen und erkennen

- Infantilisierung der Armut – Kinder als von Armut besonders betroffene Bevölkerungsgruppe:
Individuelle Folgen von Armut, Armutsvererbungskreislauf, Multiple Deprivation

-Kompensatorische Mittel im Zusammenhang mit Armut

-Armutssensibler Umgang mit betroffenen Kindern und deren Familien in der sozialen Arbeit

-Armutstypologien
-Prekäre vs. Privilegierte Lebenslagen

-Habitus-Konzept nach Pierre Bourdieu
-Deutsches Kinderhilfswerk e.V.(Hrsg.) (2012): Kinderreport Deutschland 2012. Mitbestimmung in Kindertageseinrichtungen und Resilienz. Freiburg i. Br.: Family Media

-Hock, Beate, Holz, Gerda (2006): Infantilisierung von Armut begreifbar machen-Die AWO-ISS-Studien zu familiärer Armut. In: Vierteljahrsheft zur Wirtschaftsforschung 01/2006. Berlin: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.

-Hock, Beate/ Holz, Gerda/Kopplow, Marlies (2014): Kinder in Armutslagen. Grundlagen für armutssensibles Handeln in der Kindertagesbetreuung. Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte. WiFF Expertisen, Band 18. München
-Prigge, Rolf, Böhme, René (2015): Kindertagesbetreuung zwischen Armutsprävention und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bremen: Institut Arbeit und Wirtschaft

-Schäfer, Franka (2013): Armut im Diskursgewimmel. Eine kritische Analyse des sozialwissenschaftlichen Diskurses. Wiesbaden: VS Springer

-Tophoven, Silke, Wenzig, Claudia, Lietzmann, Torsten (2016): Kinder in Armutslagen. Konzepte, aktuelle Zahlen und Forschungsstand. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung

-Tophoven, Silke, Lietzmann, Torsten, Reiter, Sabine, Wenzig, Claudia (2017): Armutsmuster in Kindheit und Jugend. Längsschnittbetrachtungen von Kinderarmut. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung