Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Praxisbezug: Intersektionale Soziale Arbeit - Geschlecht und Diversität reflektieren und gestalten
Intersectional Social Work - a guide to reflect and create gender and diversity in Social Work
5.56.10.17
Prof. Dr. Lamp, Fabian (fabian.lamp@haw-kiel.de)
In der Regel im Wintersemester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Praxisbezüge im Schwerpunkt Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Practical aspects in the focus area of gender-reflective social work
B.A. - BASA 25 - Soziale Arbeit (PO 2025 V8) Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Konzeptionelles Handeln im Schwerpunkt Geschlechterkompetenzen in der Sozialen Arbeit
Practice seminars for the focus area gendercompetence in social work
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Geschlechterkompetenz in der Sozialen Arbeit
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden kennen das Konzept der Intersektionalität nach Degele und Winker und können es im Kontext einer genderreflexiven und diversitätsbewussten Sozialen Arbeit anwenden. Sie kennen verschiedene diversitätsbewusste Konzepte (u.a. Anti-Bias-Approach/Vorurteilsbewusste Erziehung, Social Justice und Diversity) und reflektieren diese als Erweiterung und Ergänzung einer geschlechterreflektierten Sozialen Arbeit.
Die Studierenden setzen sich kritisch mit diversitätsbewusster Sozialer Arbeit mit ihren unterschiedlichen Konzepten (Intersektionalität, Anti-Bias-Approach/Vorurteilsbewusste Erziehung, Social Justice und Diversity u.a.) auseinander und reflektieren dabei eigene biografische Einstellungen und Haltungen.
Die Studierenden erarbeiten sich eigene Einschätzungen zu geschlechterreflexiver und diversitätsbewusster Sozialer Arbeit, indem sie diese in Bezug auf deren theoretische und konzeptionelle Grundlagen vergleichen und in ihrer Reichweite und Begrenzung vergleichen.
Die Studierenden reflektieren ihre eigene Biografie und Sozialisation in Bezug auf normative Muster in Bezug auf Geschlecht und Diversität und leiten draus eine professionelle Haltung für eine genderreflexive und diversitätsbewusste Soziale Arbeit ab
Angaben zum Inhalt
-Das Merebenenmodell der Intersektionalität nach Degele und Winker
-Verschiedene Konzepte von Identität: Identität als Ausbildung eines kohärenten Selbstbildes vs Identität als dynamische und konstruktive, lebenslange Aufgabe
-Professionelle Handlungskompetenz in Bezug auf Geschlecht und Diversität: Anti-Bias-Approach/Vorurteilsbewusste Erziehung, Social Justice und Diversity -> Errungenschaften und Begrenzungen der Ansätze
-normative Bezugspunkte geschlechterreflexiver und diversitätsbewusster Sozialer Arbeit: Anerkennung/Identitätspolitik vs. Umverteilung
Bronner, Kerstin und Stefan Paulus (2021). Intersektionalität: Geschichte, Theorie und Praxis. UTB
Czollek, Leah Carola, Gudrun Perko, Corinne Kaszner und Max Czollek (2019). Praxishandbuch Social Justice und Diversity. Theorien, Training, Methoden, Übungen. Beltz Juventa.
Keupp, Heiner (1999). Identitätskonstruktionen: Das Patchwork der Identitäten in der Spätmoderne. rororo.
Sauer, Karin, Sebastian Klus und Rahel Gugl (2024). Studienbuch Gender und Diversity für die Soziale Arbeit. Springer
Winker, Gabriele und Nina Degele (2010). Intersektionalität: Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. Transcript
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2