Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Praxisbezug: Gewaltpräventive Jungenarbeit
Practical Focus: Violence Prevention Work with Boys
5.56.10.20
Prof. Dr. Lamp, Fabian (fabian.lamp@haw-kiel.de)
In der Regel im Sommersemester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Praxisbezüge im Schwerpunkt Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Practical aspects in the focus area of gender-reflective social work
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Geschlechterkompetenz in der Sozialen Arbeit
Praxisbezüge im Schwerpunkt Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Practical aspects in the focus area of gender-reflective social work
B.A. - BASA 25 - Soziale Arbeit (PO 2025 V8) Geschlechterreflexive Soziale Arbeit
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden setzen sich mit der Konstruktion von Männlichkeit in modernen Gesellschaften und klassisch heteronormativ-männlichen Sozialisationsmustern auseinander. Sie setzen sich aufbauend auf Modul 1 tiefergehend mit dem Thema Gewalt als Bewältigungsmuster von Jungen und Männern als Folge nicht thematisierbarer kritischer Bewältigungskonstellationen auseinander. Sie kennen verschiedene Definitionen von Aggression und Gewalt und verschiedene Konzepte gewaltpräventiver (Jungen)Pädagogik.
Die Studierenden können mit verschiedenen Erklärungsmustern die Entstehung von Gewalt erklären und sind in der Lage, pädagogische Präventions- und Interventionsangebote durchzuführen
Die Studierenden tauschen sich über eigene geschlechtsspezifische Sozialisationsmuster und über eigene Einstellungen zu Aggression und Gewalt aus. Sie entwickeln auf der Basis des Gelernten jungenpädagogische Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei Gewalt.
tbd
Angaben zum Inhalt
-Männliche Sozialisation
-Männliche Bewältigungsmuster
-Aggression und Gewalt
-verschiedene Modelle zur Entstehung von Gewalt, Gewaltprävention und -intervention
• Böhnisch, Lothar (2013). MÄnnliche Sozialisation. Eine Einführung. Weinheim: Beltz Juventa.
• Böhnisch, Lothar, 2016. Lebensbewältigung: Ein Konzept für die Soziale Arbeit. Weinheim: Beltz Juventa.
• Buchmann, Mirjam (2022). Kontakt findet an der Grenze statt. Phaemo® - Ansatz nach Lempert. Arbeitsdokument, o.V.
• Bundeskriminalamt (2024). Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten. Bundeslagebild 2023. Wiesbaden.
• Connell, Raewyn (2015). Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von MÄnnlichkeiten. Wiesbaden, Springer.
• Georg, Anna K., S. Hauschild, L. Kasper, C. Bark, und S. Taubner (2023): Mentalisierungskompetenz in den Frühen Hilfen. Qualifizierungsmodul. Herausgegeben vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH). Köln
• Gildemeister, Regine (2019). Doing Gender: eine mikrotheoretische AnnÄherung an die Kategorie Geschlecht. In: Kortendiek, Beate (u.a.). Handbuch interdisziplinÄre Geschlechterforschung, Geschlecht und Gesellschaft. Wiesbaden, Springer. S. 410-417.
• Gingelmaier, Stephan, S. Taubner und A. Ramberg (2018). Handbuch mentalisierungsbasierte PÄdagogik. Vandenhoeck & Ruprecht
• Kimmel, Michael (2009): Guyland: The perilous world where boys become men. New York: Harper.
• Krug, Etienne G., L. Dahlberg, J. Mercy, A. Zwi und R. Lozano, Rafael (2002). World Report on Violence and Health. Geneva
• Lempert, Joachim und Burkhard Oelemann (1998). „…dann habe ich zugeschlagen“ Gewalt gegen Frauen. Auswege aus einem fatalen Kreislauf. DTV München
• Plan International (2023). Spannungsfeld MÄnnlichkeit. So ticken junge MÄnner zwischen 18 und 35 Jahren in Deutschland. Hamburg.
• Prüfer, Gregor (2016). Ziele und Konzepte von Jungenarbeit. In: Stecklina, Gerd und Jan Wienforth (Hg.). Impulse für die Jungenarbeit.
Denkanstöße und Praxisbeispiele. Weinhein und Basel: Juventa. S. 16-29.
• Scholz, Sylka (2019). MÄnnlichkeitsforschung: die Hegemonie des Konzepts „hegemoniale MÄnnlichkeit“. In: Kortendiek, Beate (u.a.). Handbuch interdisziplinÄre Geschlechterforschung, Geschlecht und Gesellschaft. Wiesbaden, Springer. S. 419-428.
• Siegel, Daniel. J. (1999). Developing mind: Toward a neurobiology of interpersonal experience. Guilford Publications.
• Stuve, Olaf und Katharina Debus (2012). MÄnnlichkeitsanforderungen. Impulse kritischer MÄnnlichkeitstheorie für eine geschlechterreflektierte PÄdagogik mit Jungen. In: Dissens e.V. (Hg.). Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule. S. 44-60.
• Süfke, Björn (2016). MÄnner – Erfindet.Euch.Neu. Was es heute heißt, Mann zu sein. Goldmann Verlag, München.
• Szlezák, Ilona Vera (2024). Trauma und Leiblichkeit. Wiesbaden, Springer.
• The Men’s Project & Flood, M. 2024. The Man Box 2024: Re-examining what it means to be a man in Australia. Melbourne: Jesuit Social Services.
• Theunert, Markus (2024). Der Faktor M. MÄnnlichkeit und Radikalisierung – Wissensgrundlagen für die Praxis. Bern/Zürich
• Winter, Reinhard (2018). Praxisbuch Jungen an Schule. Weinheim und Basel.
• Wippermann, Carsten (2014). Jungen und MÄnner im Spagat. Zwischen Rollenbildern und Alltagspraxis. Berlin.
• Wippermann, Carsten (2023). MÄnnerperspektiven. Einstellungen von MÄnnern zu Gleichstellung und Gleichstellungspolitik. Berlin.
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2