Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden
- erwerben Kenntnisse über die Bewertung landwirtschaftlicher Objekte, Sachverhalte und Rechtspositionen
- können die maßgebenden Orientierungsgrundlagen für erforderliche Bewertungen zuordnen
- kennen die wichtigsten Wertansätze und sind in der Lage, je nach Anlass die jeweils zutreffende Bewertungsmethode auszuwählen und anzuwenden
- verstehen, dass die agrare Taxation ein Teilgebiet der landwirtschaftlichen Betriebslehre und des Agrarmanagements ist, welchem in der Landwirtschaft eine fundamentale Bedeutung zukommt
- erhalten einen Einblick in die Aufgabenfelder und Tätigkeiten von landwirtschaftlichen Sachverständigen, die auch eine berufliche Perspektive darstellt
Die Studierenden
- erkennen, in welchen Situationen und aus welchen Anlässen heraus es notwendig wird, bewertend (taxierend) im Sinne der agraren Taxation tätig zu werden
- können mittels Anwendung der grundlegenden Taxationsmethoden, Bewertungsansätze und bewertungsrechtlichen Grundlagen Rechtspositionen identifizieren und Entschädigungsbeträge ermitteln- erfahren, welche Handlungsschritte als Folge eines öffentlichen Eingriffs in einen landwirtschaftlichen Betrieb erforderlich sind und welcher Bedeutung die Taxation dabei zukommt
- sind in der Lage, Teile von Betrieben ökonomisch zu bewerten oder auch den Wert ganzer Betriebe zu ermitteln
- werden in die Lage versetzt, mit speziellen Fragestellungen wie Entzug von Fläche, Deformierungen oder Umwegen als Folge von öffentlichen Eingriffen in Betriebe sachgerecht umzugehen.
Die Studierenden erkennen die Taxation als Aufgabe der Betriebsleitung und des Managements. Damit sind sie in der Lage, ihre betriebliche Interessen gegenüber Dritten, die in die Substanz des Betriebes eingreifen, unter Verweis auf bewertungs- und entschädigungsrechtliche Grundsätze zu vertreten.
Sie sind insbesondere in der Lage, sich gegenüber Behörden so zu verhalten, dass Eingriffe in den Betrieb mit diesen kommuniziert werden und Kommunikation insbesondere notwendig ist, um sachgerechte Lösungen für alle Beteiligten zu erzielen.
Die Studierenden lernen zudem, dass insbesondere bei Infrastruktur- und Naturschutzprojekten ein Zusammenschluss von Betriebsleitern mit dem Ziel, eine bestmögliche Taxation zu gewährleisten, sinnvoll sein kann.
Die Studierenden
- können gängige Bewertungsaufgaben eigenständig lösen
- reflektieren die erworbenen wissenschaftlichen Kenntnisse auf dem Gebiet der agraren Taxation im Kontext des Agrarmanagements und der angewandten Betriebslehre
- festigen bei öffentlichen Eingriffen in landwirtschaftliche Betriebe ihre berufliche und rechtliche Position des Eigentümers oder Bewirtschafters
- erkennen die Taxation als Aufgabe, die gegenüber Dritten der professionellen Anwendung bedarf, um als Betriebsleiter mit dessen Rechtspositionen wahrgenommen zu werden
- erhalten durch die Lehrveranstaltung einen Einblick in das berufliche Tätigkeitsfeld des landwirtschaftlichen Sachverständigen