Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Außergerichtliche Konfliktlösung
Extrajudicial conflict resolution
400.2
Prof. Dr. Shafaei, Reza Fakhr (reza.f.shafaei@haw-kiel.de)
In der Regel im Sommersemester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Wahlmodul
Elective module
M.A. - 00 - Klinische Sozialarbeit
Wahlmodul
Elective module
M.A. - 000 - Leitung und Innovation in Sozialer Arbeit und Kindheitspädagogik
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Lernergebnisse:
Vermittelt werden insbesondere Kenntnis und Verständnis
- der außergerichtlichen Konfliktlösung im Allgemeinen
- eines umfassenden und aktuellen Überblicks über die Schiedsstellen und -verfahren in den Bereichen des Krankenversicherungsrechts, des Rechts der sozialen Pflegeversicherung, des Rechts der Kinder- und Jugendhilfe, im Krankenhausrecht und im Sozialhilferecht
- der Organisation, der Kompetenzen und der Rechtsnatur der verschiedenen Schiedsstellen,
- der Rechtsstellung ihrer Mitglieder, des Verfahrensgangs sowie der Gegenstände des Schiedsverfahrens und
- der Entscheidungen der Schiedsstellen, des gerichtlichen Rechtsschutzes sowie der aufsichtsbehördlichen Einwirkungsmöglichkeiten.

Kompetenzen:
Die Studierenden
- entwickeln ein reflektiertes Verständnis der normativen Strukturen der außergerichtlichen Konfliktvermeidung und Konfliktlösung,
- erarbeiten Lösungen für einvernehmliche Lösungsstrategien,
- erkennen und aktivieren die Ressourcen für eine konfliktvermeidende und einvernehmlich konfliktlösende Soziale Arbeit im Sozialrecht,
- setzen sich argumentativ mit einschlägigen Rechtsfragen auseinander und
- entwickeln Lösungen für praxisrelevante Fälle.
Angaben zum Inhalt
Nachdem die Studierenden in den beiden Master-Studiengängen die materiellen und prozessualen Rechtsgrundlagen ihrer jeweiligen Tätigkeitsfelder, konkret das Gesundheits- und Teilhaberecht für die Klinische Sozialarbeit sowie das Recht der Sozialen Dienste und Einrichtungen für die Leitung und Innovation in der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik, kennengelernt haben, erfahren sie in diesem Wahlmodul, bei der Lösung von Rechtsstreitigkeiten nicht sofort an das gerichtliche Urteil zu denken. Sie verstehen, welche große Rolle die einvernehmliche Beilegung des Streits in der Praxis spielt und lernen die unterschiedlichen Instrumentarien zur Vermeidung eines gerichtlichen Prozesses.
Techniken und Regelungen, die hierbei zu beachten sind, sowie der Vergleich mit dem streitig geführten Prozess soll Gegenstand der Veranstaltung sein.
Exemplarisch wird die außergerichtliche Konfliktlösung am Beispiel des Schiedswesens im Sozialrecht und hier insbesondere im Kontext der für die Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik besonders relevanten Bereiche „Eingliederungshilfe“, „Pflege“ und „Kinder- und Jugendhilfe“ vertieft. Hierfür ist ein Besuch der Schiedsstelle für das Land Schleswig-Holstein vorgesehen.
Tag 1: Einführung, Vermittlung der Rechtsgrundlagen, Überblick über das Schiedswesen im Sozialrecht, Vorbereitung der Exkursion durch Besprechung der in der Schiedsstelle zu verhandelnden Verfahren
Tag 2: Exkursion zur Schiedsstelle des Landes Schleswig-Holstein für die Eingliederungshilfe
Tag 3: Nachbesprechung und Erörterung der mündlichen Verhandlung und der gewonnenen Erkenntnisse
Schnapp/Düring (Hrsg.), Handbuch des sozialrechtlichen Schiedsverfahrens. Systematische Gesamtdarstellung mit Beispielen für die Praxis. Erich Schmidt Verlag (Berlin) 2016. 2., völlig neu bearbeitete und wesentlich erweiterte Auflage. 574 Seiten. ISBN 978-3-503-16503-2.
Lehrform
Lehrform SWS
Lehrvortrag + Übung 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung