Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden lernen in ausgewählten Bereichen der Fortpflanzungsmanagements landwirtschaftlicher Nutztiere dieGrundlagen einer effizienten und zugleich nachhaltigen Betriebsführung kennen. Die besonderen Herausforderungen, die an Tierhalter gestellt werden, die entsprechenden Tiergruppen zu managen und den Einzeltieren dabei zugleich ihre Eigendynamik zu erhalten, werden den Studierenden vermittelt und ihr Wissen in diesem Bereich verbreitert. Dazu werden die gängigen Praktiken kritisch reflektiert. Im Ergebnis erwerben die Studierenden umfassende Kenntnisse im Bereich der Reproduktion, um so die nachhaltige Optimierung der Nutzungsdauer umsetzen zu können, indem vorzeitige fruchtbarkeitsbedingte Abgänge vermieden werden. Durch dieses Modul erwerben die Studierenden ein fundiertes Grundlagenwissen über die Anatomie, Physiologie und Endokrinologie des männlichen und weiblichen Geschlechtsapparates landwirtschaftlicher Nutztiere. Sie sind mit allen Methoden moderner Reproduktionstechniken vertraut und kennen die technischen Details sowie die Anwendungsmöglichkeiten im praktischen Betrieb. Zudem sind sie in der Lage, die tiergesundheitlichen Chancen und Risiken der Verfahren abzuschätzen, ökonomische und hygienische Aspekte einzubeziehen und ethische Argumente kritisch zu gewichten. Das in diesem Modul vermittelte Wissen basiert auf dem beständigen Vergleich der verschiedenen Tierarten und fördert dadurch den interdisziplinären Denkansatz sowie die Problemlösungskompetenz der Studierenden.
Die Studierenden können zu einem gewählten Themenschwerpunkt recherchieren, Informationen sammeln, diese bewerten und interpretierend einordnen. Sie leiten fallbezogene Lösungen aus dem erworbenen Wissen ab und sind dazu in der Lage, diese auszuformulieren und in der Praxis umzusetzen.
Die Studierenden vertreten in Diskussionen argumentativ komplexe fachbezogene Probleme und Lösungen gegenüber Fachvertreter*innen sowie Laien und können innerhalb dieser Fachdiskussion theoretisch und methodisch fundierte Argumentationen aufbauen.
Die Studierenden begründen das eigene berufliche Handeln mit theoretischem und methodischen Wissen auf der Grundlage der Wissensvermittlung in diesem Modul gekoppelt mit aktuellen praktischen Beispielen aus dem Fortpflanzungsmanagement der Nutztierhaltung. Hierbei reflektieren sie die eigene professionelle Identität und können die eigenen beruflichen Entscheidungen angesichts relevanter gesellschaftlicher Erwartungen begründen, bewerten, vertreten und gegebenenfalls revidieren.