Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Neuer Realismus – Eine Herausforderung für die ethischen, wissenschaftstheoretischen […] und praktischen Grundlagen Sozialer Arbeit?
New Realism - A Challenge for the Ethical and Scientific Theory [...] and Practical Foundations of Social Work?
5.08.10.0
Prof. Dr. Richter-Mackenstein, Joseph (joseph.richter-mackenstein@haw-kiel.de)
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

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Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Grundfragen und Handlungsformen in der Sozialen Arbeit
Principles and methods of social work practice
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6)
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Spätestens seit den Arbeiten Silvia Staub-Bernasconis begreift sich die Soziale Arbeit als normative (Handlungs-)Wissenschaft. Zur normativen Grundlage macht sich die Soziale Arbeit bzw. Sozialarbeitswissenschaft die Menschenrechte. Zugleich versteht sich die Soziale Arbeit – besonders in ihrer Anwendung – als methodisch pluralistisch bzw. eklektisch (IFSW, 2014). Die Forderung von Silvia Staub-Bernasconi (u.a. 2007) und Werner Obrecht (u.a. 2005)sich ausschließlich einem (wissenschaftlichen/kritischen) Realismus zu verpflichten scheint jedoch beiden Ideen entgegen zu stehen. Ja Staub-Bernasconis und Obrichts Forderung schließt methodischen Pluralismus geradezu aus. Eine mögliche Lösung des Problems liefert der Neue Realismus – besonders in der Spielart von Markus Gabriels Entwurf.
In diesem Seminar wollen wir uns gemeinsam jener Position kritisch nähern und auf ihren potentiellen (praktischen und theoretischen) Nutzen oder auch Schaden hin für die Sozialarbeitswissenschaft prüfen. Hierzu werden wir gemeinsam Film- und Textmaterial auswerten und diskutieren.
Studierende können die Grundlagen des Neuen Realismus nach Markus Gabriel wiedergeben und eigene Gedanken zur Anwendbarkeit sowie die Konsequenzen einer möglichen Anwendung auf die Theorie und Praxis Sozialer Arbeit formulieren.
Vor dem Hintergrund des bisher im Studium erarbeiteten wissenschaftstheoretischen und wissenschaftlichen Grundverständnisses ordnen die Studierenden das durch kritische Auseinandersetzung erworbene Verständnis zum Neuren Realismus auf ihre eigene sozialarbeitswissenschaftliche Haltung an und können dies erläutern.
Angaben zum Inhalt
Anknüpfend an eine kurze Zusammenfassung theoretischer Positionen Sozialer Arbeit werden die Grundlagen des neuen Realismus gemeinsam erarbeitet. Kurze Impulsreferate unterstützen die selbsttätige Auseinandersetzung mit den theoretischen Perspektiven zum Neuen Realismus genauso, wie das gemeinsame Hören und Sehen von Vorträgen Markus Gabriels, sowie der sich hieran jeweils anschließenden Diskussionen. Grundlage sind drei Werke Markus Gabriels, welche als aufeinander aufbauende Werke verstanden werden können.
Gabriel, M. (2015). Warum es die Welt nicht gibt. Ullstein.
Gabriel, M. (2017). Ich ist nicht Gehirn: Philosophie des Geistes für das 21. Jahrhundert. Ullstein.
Gabriel, M. (2018). Der Sinn des Denkens. Ullstein.
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung