Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Feindselige Einstellungen wie Rassismus, Sexismus, Homophobie, Islamfeindlichkeit
und daraus resultierende Diskriminierung können als Syndrom einer
gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit gefasst werden. In diesem Seminar wollen
wir offenlegen, welchen Vorurteilen und strukturellen Benachteiligungen Lesben,
Schwule, bisexuelle, trans* und queere Personen und andere Gruppen ausgesetzt
sind - und wo Bildungs- und Aufklärungsarbeit praktisch ansetzen kann. Am Beispiel
des peer-education-Projekts SchLAu Kiel - Schwul Lesbisch Bi Trans* Aufklärung -
werden wir Theorie und Praxis einer heteronormativitätskritischen
Antidiskriminierungspädagogik erarbeiten, die Vielfalt als Bereicherung ansieht und
ebenso vermittelt:
Vorurteilsreflektiert: was sind eigentlich (unsere) Vorurteile?
Genderbewusst: Wie können wir Begriffe wie sex, gender, sexuelle Orientierung für
Antidiskriminierungsarbeit fruchtbar machen?
Intersektionell: Was bedeuteten Mehrfachzugehörigkeiten und wie können sich
verschiedene Formen von Diskriminierung in einer Person überschneiden?
Wertebasiert: Was können Menschenrechte zu einer inklusiven Gesellschaft
beitragen?