Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Sozialraumorientierung in der Kinder- und Jugendarbeit
Community orientation in child and youth work
5.50.50.26
Prof. Dr. Akbas, Bedia (bedia.akbas@haw-kiel.de)
In der Regel im Wintersemester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Konzeptionelles Handeln im Schwerpunkt Erziehung und Bildung
Practice seminars for the focus area Childcare and education
B.A. - BASA 21/22 - Soziale Arbeit (PO 2021/2023 V7) Erziehung und Bildung
Konzeptionelle Übungen im Schwerpunkt Erziehung und Bildung
Practice seminars in childhood education and youth work/welfare
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6) Erziehung und Bildung
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden erwerben verschiedene theoretische Zugänge und Methodenkompetenz
Die Studierenden lernen mit diesen Theorien, ihre empirische Erfahrungen zu reflektieren, sodass diese erziehungswissenschaftlich beschreibbar werden.
Die Studierenden erwerben Fähigkeiten, dass eigene pädagogische Handeln mit Hilfe von theoretisch-analytischem Wissen zu reflektieren.
Die Studierenden setzen sich mit der sozialen Positionierung ihrer AdressatInnen auseinander.
Die Studierenden reflektieren die Chancen und Grenzen der sozialraumorientierten Arbeit, welche Deutungsstrukturen der beteiligten AkteurInnen situativ wirksam sind, und wie diese mit den Strukturlogiken des jeweiligen „Feldes“ interagieren.
Die Studierenden reflektieren ihre eigene Professionalität und welche Bedeutung diese auf Bildungsprozesse ihrer AdressatInnen haben könnten.
Angaben zum Inhalt
Kinder- und Jugendarbeit ist ein bedeutsames Arbeitsfeld und der drittgrößte Bereich der Kinder- und Jugendhilfe (nach den Tageseinrichtungen und den Hilfen zur Erziehung). Theorien sowie Handlungsansätze des Sozialraums sind für angehende SozialpädagogInnen essenziell: Sozialraumorientierung ist ein zentrales Prinzip der Sozialen Arbeit. Zudem stellen kommunale Entscheidungsträger in den letzten Jahren vermehrt auf sozialraumorientierte Kinder- und Jugendarbeit um.

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, einerseits verschiedene theoretische Zugänge aufzuzeigen (Gemeinwesenarbeit, Einflüsse der Raumsoziologie, Empowerment, moraltheoretische Reflexion von Bildungsprozessen und Subjektivität im Sozialraum). Andererseits werden den Studierenden, anhand eines größeren Bildungsprojekts, Handlungsmöglichkeiten, -strategien und -bedingungen für SozialarbeiterInnen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Die Möglichkeiten und Grenzen sozialraumorientierter Methoden werden diskutiert.
Anhand des Projektbeispiels kann aufgezeigt werden, welche Parallelen sowie auch Kontrastierungen sich zwischen einer sozialräumlich orientierten Kinder- und Jugendarbeit und der Gemeinwesenarbeit zeigen lassen.
Zugleich sollen die StudentInnen sich damit auseinandersetzen, welche Begründungslinien zu einer verstärkten Fokussierung der sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit führen.

Auch die Ergebnisse aus der Begleitforschung zum Hamburger Programm „Sozialräumliche Angebote der Jugend- und Familienhilfe“ (SAJF) werden in der Lehrveranstaltung besprochen.
Bourdieu, P. (1982): Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt, Suhrkamp. S. 171–209

Früchtel, F./Budde, W./Cyprian, G. (2013): Sozialer Raum und soziale Arbeit. Fieldbook:
Methoden und Techniken. 3., überarbeitete Auflage. Wiesbaden: VS. S. 11-22.

Früchtel, F./Budde, W./Cyprian, G. (2012): Sozialer Raum und soziale Arbeit. Textbook:
Theoretische Grundlagen. Wiesbaden: VS.

Galuske, M. (2013): Methoden der Sozialen Arbeit. Eine Einführung. 10. Aufl. Weinheim/München: Juventa

Hinte, W./Treeß, H. (2011): Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe. Theoretische Grundlagen, Handlungsprinzipien und Praxisbeispiele einer kooperativ-integrativen Pädagogik. Weinheim und München: Juventa.

Löw, M. (2017): Raumsoziologie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

Thiersch, H. (2012): Gutes Leben im Konzept des gelingenderen Alltags. In: Ders. (Hg.): Soziale Arbeit und Lebensweltorientierung: Konzepte/Kontexte. Gesammelte Aufsätze. Bd 1. Weinheim/Basel: Beltz/Juventa. S. 394-400.

Internetquelle: www.sozialraum.de

Materialien aus dem Projekt „Bildungserfolg durch Gestaltung von Vielfalt“
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung