Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden erwerben Wissen und konkrete Handlungskompetenzen im Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen und krisenhaften Zuspitzungen in der psychosozialen Beratung.
Sie verstehen zentrale Konzepte der Krisenintervention, darunter Modelle der akuten Krisenbewältigung, Formen und Dynamiken von Lebenskrisen sowie methodische Zugänge zur Ressourcenaktivierung, Risikoabschätzung und zur professionellen Unterstützung bei Suizidalität und Schutzbedarf (z. B. bei sexualisierter Gewalt).
Die Studierenden sind in der Lage, das erworbene Wissen in der konkreten Beratungspraxis anzuwenden.
Sie erkennen akute Krisenverläufe, leiten entsprechende Interventionsmaßnahmen ein, entwickeln mit Klient*innen lebenspraktische Perspektiven und nutzen Methoden des Notfall- und Selbstschutzmanagements.
Zudem sind sie fähig, komplexe Fallsituationen zu analysieren und situationsadäquat zu handeln, auch unter hoher emotionaler Belastung.
Die Studierenden können in krisenhaften Beratungskontexten empathisch, professionell und zielgerichtet kommunizieren.
Sie gestalten den Beratungsprozess ressourcenorientiert, reflektieren Machtverhältnisse und Grenzdynamiken und beziehen relevante Akteur*innen (z. B. Fachstellen, Netzwerke, Institutionen) angemessen ein.
Kooperation und interdisziplinärer Austausch werden als integrale Bestandteile professionellen Handelns verstanden und aktiv umgesetzt.
Die Studierenden reflektieren ihre eigene Rolle im Beratungsprozess sowie ihre fachlichen und persönlichen Grenzen.
Sie entwickeln ein professionelles Selbstverständnis, das sowohl auf wissenschaftlichen Grundlagen psychosozialer Beratung als auch auf ethischen Leitlinien basiert.
Dabei berücksichtigen sie Aspekte der Selbstfürsorge und professionellen Entlastung, insbesondere im Umgang mit hochbelastenden Situationen und Themen wie Suizidalität und Gewalt.