B.A. - BAEB - Erziehung und Bildung im Kindesalter
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden lernen die basalen Bildungs- bzw. familiensoziologischen Theorien
Angaben zum Inhalt
Alle Tendenzen und Ausprägungen sozialen Wandels, die nach unterschiedlichen Modellen in einer Deskription münden, verweisen direkt oder indirekt auf einen wachsenden oder sich wandelnden Stellenwert von Bildung und fordern eine Konkretion von Erziehungsvorstellungen: Wie lässt sich Bildung als die Formung des Menschen im Hinblick auf sein Menschsein, seine geistigen und emotionalen Fähigkeiten verstehen? Wie lässt sich das Wechselspiel „sich bilden“ und „gebildet sein“ (Bildung als Prozess und Zustand) im Wandel der Zeit aufspüren und verschiedene Bildungsideale und Erziehungsvorstellungen ableiten? Die Reflexion des Begriffs Bildung braucht eine Bezugsgröße: sprachlich, kulturell, historisch, gesellschaftlich, interdisziplinär. Eine zentrale Einflussgröße eines Zugangs zur Welt ist die Familie und die damit verbundenen Formen ihrer Pluralisierung.
Betrachtet werden Bildungs- und Erziehungstheorien im Wandel der Zeit. Die Individualisierung der Gesellschaft und die Konstruktion und Dekonstruktion des Familienbegriffs werden als Einflussgröße institutioneller Betrachtung von Bildungssystemen entfaltet und eine aktuelle Bedeutung reflektiert.
Reble, Albert: Geschichte der Pädagogik. Bad Heilbrunn 1999
Baumgart, Franzjörg (Hrsg.): Erziehungs- und Bildungstheorien: Erläuterungen, Texte, Arbeitsaufgaben. Bad Heilbrunn 2007
Böhm, Winfried: Geschichte der Pädagogik. Von Platon bis zur Gegenwart. München 2013
Lutz Raphael (2019), Postindustrielle Bildungsideologien, in: Jenseits von Kohle und Stahl. Eine Gesellschaftsgeschichte Westeuropas nach dem Boom, Berlin (Suhrkamp), S. 255-294
Christian Pfeiffer (2019), Weniger Hiebe=mehr Liebe. Wie hat sich der Wandel der elterlichen Erziehung ausgewirkt? In: Gegen die Gewalt, München (Kössel), S.39-82
Andreas Bernard (2015), Archäologie der Mutterschaft, in: Kinder Machen. Neue Reproduktionstechnologien und die Ordnung der Familie. Samenspender, Leihmütter, Künstliche Befruchtung. Frankfurt am Main (Fischer), S. 289-313
Ingrid Müller-Münch (2012), Mit Zuckerbrot und Peitsche, in: Die geprügelte Generation, Kochlöfel, Rohstock und die Folgen, Stuttgart (Klett-Cotta), S. 57-82
Günter Burkart (2018), Das Paar zwischen Individuum und Gesellschaft, in: Günter Burkart, Soziologie der Paarbeziehungen. Eine Einführung, Wiesbaden (Springer VS), S. 199-226
Günter Burkart (2018), Geschlecht und Paar-Geschlechtsnormen und Paarbeziehungen, in: Günter Burkart, Soziologie der Paarbeziehungen. Eine Einführung, Wiesbaden (Springer VS), S. 226-250
Sebastian Susteck (2010), Die Form der Fortpflanzung und die Form der Familie,in: Koschorke, Albrecht, Nacim Ghanbari, Eva Eßlinger, Sebastian Susteck, Michael Thomas Taylor (2010), Vor der Familie. Grenzbedingungen einer modernen Institution, Konstanz (Konstanz University Press), S. 97-138
Michael Thomas Taylor (2010), „Was heißt Aufklärung?“ Eine Fußnote zur Ehekrise, in: Koschorke, Albrecht, Nacim Ghanbari, Eva Eßlinger, Sebastian Susteck, Michael Thomas Taylor (2010), Vor der Familie. Grenzbedingungen einer modernen Institution, Konstanz (Konstanz University Press), S. 51-96
Cordelia Fine (2012), Neurosexismus, in (ders.): Die Geschlechter Lüge. Die Macht der Vorurteile über Frau und Mann, Stuttgart (Klett-Cotta) S. 169-300