Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Altersthemen als Lebensthemen einer Sozialen Arbeit der Lebensspanne
Age topics as life topics of a social work of the life span
5.03.04.0
Prof. Dr. Bödecker, Florian (florian.boedecker@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Gender und Interkulturelles in der Sozialen Arbeit / Lebenslagen und Lebenswelten von Adressaten der Sozialen Arbeit
Gender and intercultural issues in social work / living conditions and lifeworlds of social work users
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6)
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden sind in der Lage:

- körpersoziologische und leibphilosophische Theorie anzuwenden, um damit dem Umgang und das Leiden an der Körperlichkeit in verschiedenen Lebenslagen zu erklären.
- psychologische Intimitätsmodelle- und theorien zu erklären, um damit zu begründen, welche Handlungen und welche Haltungen nötig sind, damit zwischen Menschen Nähe entstehen kann.
- empirische Befunde und Theorien aus der Forschung zu persönlichen Beziehungen wiederzugeben und zu begründen, wie Beziehungen aufrecht erhalten werden und wieder repariert werden können.
- die wesentlichen Bestimmungen eines Konstrukts wie "interpersonelle" Kompetenz am Beispiel zu erläutern.
- ethische Überlegungen zum guten Leben (nicht nur) im Alter anstellen und anhand ethischer Prinzipien begründen.
- Modell und Theorien zur Emotionsregulation am Beispiel erläutern und wiedergeben.
Die Studierenden können
- anhand der Ethik des gutes Lebens ableiten, welche Unterstützung und welche Haltung Soziale Arbeit (älteren) Menschen entgegenbringen sollte.
- aus psychologischen Intimitätsmodellen folgern, welches Verhalten im Umgang miteinander zu Vertrauen und Intimität beiträgt und welches beides eher zustört.
- aus körpersoziologischen Befunden und Theorien die Bedeutung des Körper (nicht nur) im Alter ableiten und daraus Konsequenzen für den Umgang mit der eigenen Körperlichkeit ziehen.
- Modelle zur Emotionsregulation auf den (beruflichen) Alltag übertragen und praktischen Konsequenzen für den Umgang mit den eigenen Gefühlen ziehen.
- Konstrukte zur interpersonellen Kompetenz auf den (beruflichen) Alltag übertragen und anwenden.
Die Studierenden sind in der Lage, in Gruppen- und Plenumsarbeit zielfördernd zusammen zu arbeiten.
Sie nehmen dabei einen achtsame Haltung gegenüber den Bedürfnissen der Teilnehmer ein.
Die Studierenden können ihr berufliches Handeln auf der Grundlage von ethischen, soziologischen und psychologischen Theorien reflektieren und wissen auch um die Fallstricke der eigenen Biographie, die gerade in persönlichen Begegnungen die Interaktion prägen kann.
Angaben zum Inhalt
Altersthemen sind Lebensthemen, die zum Teil im Alter nur bewusser in den Vordergrund stehen. Im Seminar sollen solche interdisziplinären Themen behandelt werden, die sich durch die ganze Lebensspanne ziehen, zum Beispiel:

Was heißt gutes Leben (nicht nur) im Alter?
Wie gehen wir mit unserem Körper, unserer Leiblichkeit um?
Wie können produktiv mit unseren Gefühlen umgehen?
Wie gelingt es uns, anderen Menschen nahe zu sein?
Wie können wir die Beziehungen zu anderen Menschen erhalten und auch wieder "reparieren"?
ausgewählte Literatur:

Gugutzer, Robert (2015): Soziologie des Körpers. 5., vollst. überarb. Aufl. Bielefeld: Transcript (Einsichten. Themen der Soziologie).
Kruse, Andreas; Rentsch, Thomas; Zimmermann, Harm-Peer (Hg.) (2012): Gutes Leben im hohen Alter. Das Altern in seinen Entwicklungsmöglichkeiten und Entwicklungsgrenzen verstehen. 1. Auflage. Heidelberg, Neckar: Akademische Verlagsgesellschaft AKA.
Prager, Karen J.; Roberts, Linda J. (2004): Deep Intimate Connection: Self and Intimacy in Couple Relationships. In: Arthur Aron und Debra J. Mashek (Hg.): Handbook of closeness and intimacy. Mahwah, N.J: Lawrence Erlbaum Associates, S. 43–60.
Prager, Karen J. (2009): Intimacy. In: Harry T. Reis und Susan Sprecher (Hg.): Encyclopedia of human relationships. 3 Bände. Los Angeles Calif. u.a: Sage (A SAGE reference publication), S. 919–923.
Vangelisti, Anita L.; Perlman, Daniel (Hg.) (2018): The Cambridge handbook of personal relationships. 2. Aufl. Cambridge: Cambridge University Press (Cambridge Handbooks in Psychology).
Zimmermann, Harm-Peer; Kruse, Andreas; Rentsch, Thomas (Hg.) (2016): Kulturen des Alterns. Plädoyers für ein gutes Leben bis ins hohe Alter. Kongress Kulturwissenschaftliche Altersforschung. 1. Aufl. Frankfurt, New York: Campus Verlag.
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung