Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Lebenswelten von "Opfern"
Lifeworlds of "victims"
5.03.47.0
Prof. Dr. Hagemann, Otmar (otmar.hagemann@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Gender und Interkulturelles in der Sozialen Arbeit / Lebenslagen und Lebenswelten von Adressaten der Sozialen Arbeit
Gender and intercultural issues in social work / living conditions and lifeworlds of social work users
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6)
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden kennen sowohl wichtige viktimologische Begriffe und Theorien als auch konkrete Anwendungsbeispiele viktimologischen Wissens in der Opferhilfe. Dazu gehört insbesondere das Phänomen der sekundären Viktimisierung, aber auch andere Folgen wie beispielsweise eine Traumatisierung. Ihnen ist der Gender-Diskurs in diesem eng mit der zweiten Frauenbewegung verbundenen Feld bewusst und sie kennen geschlechtsspezifische Opferhilfeeinrichtungen wie Frauenhäuser und den Frauennotruf, aber auch unspezifische Anlauf- und Beratungsstellen und deren Konzepte.
Die Studierende kennen außerdem wichtige gesetzliche Regelungen, insbesondere die EU-Richtlinie 2012/29 und daraufhin erfolgte nationale Initiativen wie bspw. die psychosoziale Prozessbegleitung.
Angaben zum Inhalt
Lebenswelt / Lebenslagen von Gewaltopfern
„Opfer“ werden in der Gesellschaft marginalisiert. Seit den 1970er Jahren beobachten wir jedoch zumindest auf den Ebenen der Gesetzgebung, der praktischen Opferhilfe und der Forschung einen Wandel.
Diese Übung setzt sich mit der besonderen Situation von Gewaltopfern auseinander; der Hauptfokus liegt auf Opfern von Beziehungsgewalt, sexualisierter Gewalt, aber auch struktureller Gewalt. Erörtert werden neben gesetzlichen Regelungen insbesondere Fragen des subjektiven Erlebens von Opferwerdungen, der individuellen und gesellschaftlichen Folgen und des Bewältigungshandelns (Coping) sowie viktimologische Erkenntnisse, Konzepte und Theorien.
Hagemann, O., Schäfer, P. & Schmidt, S. (Eds.) (2009). Victimology, Victim Assistance and Criminal Justice. Perspectives Shared by International Experts at the Inter-University Centre of Dubrovnik. Mönchengladbach: Fachhochschule Niederrhein Verlag.
Kury, H.; Redo, S. & Shea, E. (Eds.) (2016). Women and Children as Victims and Offenders. 2 Bände. New York u.a.: Springer.
Miller, S.L. (2011). After the crime. The power of restorative justice Dialogues between victims and violent offenders. New York & London: New York University Press.
Ochmann, N.; Schmidt-Semisch, H. & Temme, G. (Hrsg.) (2016). Healthy Justice. Überlegungen zu einem gesundheitsförderlichen Rechtswesen. Wiesbaden: Springer VS
Strang, H. (2002). Repair or Revenge: Victims and Restorative Justice. Oxford: Clarendon Press
Van Camp, T. (2014). Victims of Violence and Restorative Practices. Finding a Voice. London & New York: Routledge.
Lehrform
Lehrform SWS
Übung 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung