Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
• Die Studierenden können die 12 Essentials der Gerontologie anhand von eigenen Beispielen erläutern und daraus Konsequenzen für die Begegnung mit älteren Menschen ableiten.
• Die Studierenden können zwischen "Lebenslage" und "Lebenswelt" unterscheiden und begründen, warum diese beiden Perspektiven für die soziale Diagnostik bei älteren Menschen wesentlich sind.
• Die Studierenden können Merkmale der Lebenslagen und Lebenswelten ältere Menschen anhand ausgewählter Dimensionen beschreiben. Dazu zählen z.B. soziale Isolation und Einsamkeit, körperliche und finanzielle Veränderungen im Alter, demenzielle Veränderungen und schließlich das Sterben und Tod als Ende der Lebensphase Alter. Einige Beispiele seien genannt:
• Die Studierenden kennen wesentliche körperliche Altersveränderungen und ihre psychosozialen Folgen. Sie können letztere am Beispiel der Schwerhörigkeit demonstrieren und Schlussfolgerungen für die Kommunikation mit älteren Menschen ziehen.
• Sie können mithilfe des Wohlbefindensparadoxes erklären, warum subjektive und objektive Gesundheit nicht direkt zusammenhängen.
• Die Studierenden können psychosoziale Modelle für die Erfahrungen mit Demenz aus Sicht der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen in ihren wesentlichen Bestimmungen wiedergegeben.
• Die Studierenden sind in der Lage, Dimensionen der Lebenslage und der Lebenswelt zur Analyse der Lebenssituation älterer Menschen anzuwenden.
• Die Studierenden können aus den psychosozialen Modellen zur Erfahrung bei Demenz Erklärungen für Konflikte zwischen Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen ableiten.
• Die Studierenden verknüpfen wissenschaftliches Wissen mit den gemachten Erfahrungen im Rahmen der eingesetzten Simulationen.
• Die Studierenden können in Gruppenarbeit gemeinsam wesentliche Aspekte gerontologischer Theorien und Modelle für Interventionen nutzbar machen.
• Die Studierenden entwickeln eine Haltung, die sensibel gegenüber den nachteiligen Wirkungen von Altersstereotypen ist. Sie entwickeln eine achtsame und individualisierte Haltung im Umgang mit älteren Menschen, die auf realistischen und differenzierten Altersbildern beruht.
• Die Studierenden sind sich der wachsenden Unterschiedlichkeit zwischen Individuen im Alter bewusst.
• Die Studierenden sind in der Lage, Konflikte mit älteren Menschen so zu bearbeiten, dass Achtsamkeit gegenüber den eigenen und fremden Bedürfnissen verbunden werden kann.
Die Studierenden sind bereit und in der Lage,
ihre unmittelbare Erfahrung aus dem Alltag, der Veranstaltung oder ihrem Beruf mit dem wissenschaftlichen Wissen der Gerontologie und Sozialen Arbeit mit älteren Menschen zu verbinden und ggf. auch infrage zu stellen.