Lehrveranstaltung


Allgemeine Informationen
Lebenswelten von Familien: Family Group Conferencing nach JGG und SGB VIII
Lifeworlds of families: Family group conferencing in accordance with the German Juvenile Courts Act [Jugendgerichtgesetz (JGG)] and the German Social Security Code - Child and Youth Assistance [Sozialgesetzbuch 08 (SGB VIII)]
5.03.43.0
Plewa, Martina (martina.plewa@haw-kiel.de)
Dr. Thane, Katja (katja.thane@haw-kiel.de)
In der Regel jedes Semester
Deutsch
Zuordnung dieser Veranstaltung zu Modulbeschreibungen und deren Studiengangszuordnungen

Module, in denen diese Lehrveranstaltung zur Wahl steht


Modul Studiengang Vertiefungsrichtung Schwerpunkt Fachsemester
Gender und Interkulturelles in der Sozialen Arbeit / Lebenslagen und Lebenswelten von Adressaten der Sozialen Arbeit
Gender and intercultural issues in social work / living conditions and lifeworlds of social work users
B.A. - BASA - Soziale Arbeit (PO 2017/2019 V6)
Kompetenzen / Lernergebnisse
Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
siehe Modulbeschreibung
Die Studierenden kennen deutsche und internationele Anwendungen und Forschungsergebnisse in diesen Bereichen. Sie können einschätzen, inwieweit diese lebensweltorientierten Alternativen im konkreten Fall nachhaltigere und passgenauere Ergebnisse liefern als herkömmliche Jugendgerichts- oder Hilfeplan-Verfahren. Sie wissen, warum begrifflich zwischen Lebensweltakteuren und Professionellen unterschieden wird und können Bezüge sowohl zur Restorative Justice als auch zu anderen Theorien, für die der Lebensweltbegriff zentral ist, herstellen.
Die Studierenden können das lebensweltbasierte Conferencing-Verfahren in den Bereichen des Jugendstrafrechts und des Sozialgesetzbuches VIII erläutern und ggf. anwenden.
Angaben zum Inhalt
Beim Family Group Conferencing geht es darum, dass Familien gemeinsam mit Verwandten, Freunden und weiteren Personen aus der Lebenswelt zusammenkommen und Ideen für die Lösungen ihrer Probleme entwickeln. Familien, Verwandte, Freunde oder Bekannte wissen am besten, was sie gut können und was bei ihnen gut funktioniert. Die Beteiligten entwickeln gemeinsam einen Plan, der für alle Sicherheit bietet und für den alle Beteiligten die Verantwortung übernehmen können. Dieses in Neuseeland seit Mitte der 1980er Jahre entwickelte Verfahren wird von Frau Plewa im Rahmen von SGB VIII-Problemlagen im Auftrag des Jugendamtes in Berlin angeboten und im Strafrechtsbezug (JGG) von Prof. Dr. Hagemann im Auftrag des Jugendgerichts als erweiterter (mit Unterstützern aus der Gemeinschaft) Täter-Opfer- Ausgleich in Elmshorn.
Hagemann, O. (2016). Gemeinschaftskonferenzen und andere Restorative Conferencing-Verfahren. In: Ochmann, Nadine; Schmidt-Semisch, Henning & Temme, Gaby (Hrsg.). Healthy Justice. Überlegungen zu einem gesundheitsförderlichen Rechtswesen. Wiesbaden: Springer VS (S. 235-265).
Hagemann, O. & Göckritz, J. (2017). Neues vom Conferencing in Strafrechtsfällen. In: TOA-Magazin 03/17 (November), S. 34-37.
Hagemann, O. & Nahrwold, M. (2018). Dialogforen als Instrumente auf dem Weg zu einem restorativen Fachbereich. In: Beer, U.; Metzger, C. & Rieck, A. (Hrsg.). Lehre und Lehrentwicklung an Fachhochschulen. Festschrift für Prof. Dr. med. Wolfgang Huhn. Münster: Waxmann. S. 164-172.
Plewa, Marina & Picker, Dorothee (2010). Familienrat – Deutschland entdeckt ein neues Verfahren. In: NDV August 2010. Deutscher Verein für öffentliche und Private Fürsorge e.V. S. 355-358
Plewa, Marina & Teichert, Marion (2011). Erste Erfahrungen in der Weiterbildung zu Koordinato¬ren/innen von Familienräten in Berlin Mitte. In: NDV Juni 2011. Deutscher Verein für öffentliche und Private Fürsorge e.V. S. 282-285.
Lehrform
Lehrform SWS
Seminar 2
Prüfungen
Prüfungsform Dauer Gewichtung wird angerechnet gem. § 11 Satz 2 PVO Benotet Anmerkung