Kompetenzbereiche: Wissen und Verstehen; Einsatz, Anwendung und Erzeugung von Wissen; Kommunikation und Kooperation; Wissenschaftliches Selbstverständnis/Professionalität.
Die Studierenden sind in der Lage,
- wesentliche Elemente des "kritischen Denkens" anhand einschlägiger Definitionen zu benennen und zu diskutieren.
- den Prozeß des Kritisieren anhand seiner Voraussetzungen, Bestandteile und Konsequenzen zu rekonstruieren.
- zu begründen, warum sowohl das Dogma konstruktiver Kritik problematisch ist als auch Kritik als Haltung.
- zu definieren, was ein Argument ist und was keine Argumente sind.
- die Grenzen des Argumentierens zu benennen.
- drei unterscheidliche Formen von wissenschaftlichen Schlüssen (Induktion, Deduktion und Abduktion) an Beispielen zu erläutern.
- die Unterschiede zwischen den beiden Hauptformen von Schlüssen (deduktiv und nicht-deduktiv) zu erläutern.
- wichtige Fehlschlüsse zu benennen und erklären zu können.
- zu erklären, was ein Argumentationsfehler ist.
- anhand allgemeiner Gütekriterien von Argumenten stärkere von schwächeren Argumenten zu unterscheiden.
- auf der Grundlage der pragma-dialektischen Argumentationstheorie zentrale Argumentationsfehler an Beispielen zu erläutern.
- wesentliche kognitive Verzerrungen zu benennen.
Die Studierenden sind in der Lage,
- die politische Bedeutung fundierter (Ideologie)Kritik anhand von Beispielen wie des demographischen Wandels oder der Fridays-for-Future-Bewegung zu begründen.
- anhand von Beispielen wesentliche Fehlschlüsse zu erkennen und zu erklären.
- zu begründen, warum in korrekten deduktiven Schlüssen die Wahrheit der Prämissen die Wahrheit der Konklusion garantiert, in nicht-deduktiven nur einen mehr oder weniger starken Grund dafür liefert.
- sozialpsychologische Befunde zu gängigen kognitiven Verzerrung auf ihre Folgen hin für Diagnostik und Assessment in der Sozialen Arbeit zu analysieren.
- anhand von Fallvignetten aus der klinischen Sozialen Arbeit Argumentationsfehler und/oder kognitive Verzerrungen zu identifizieren und Gegenmaßnahmen vorzuschlagen.
Die Studierenden sind in der Lage in Gruppen- und Plenumsarbeit zielfördernd zusammen zu arbeiten.
Sie nehmen dabei einen achtsame Haltung gegenüber den Bedürfnissen der Teilnehmer ein.
Sie in der Lage, auf Argumente sachlich einzugehen und eigenen Argumente hervorzubringen.
Sie außerdem in der Lage, Argumentsfehler und kognitive Verzerrungen wechselseitig zu erkennen.
Sie nehmen die Haltung, Kritik nicht von einem persönlichem Vorwurf zu unterscheiden und deshalb sachlich überprüfen zu können.
Die Studierenden,
sind sich die Bedeutung von stichhaltigen Begründungen für professionelles Handeln bewußt;
wissen um die Fallstricke von Argumentationsfehlers und kognitiven Verzerrungen und können Gegenmaßnahmen für die Praxis Sozialer Arbeit empfehlen.